 | Jazz_News_27.04.12 ECHO Jazz erneut in Dresden | | |  |
Als der Bundesverband Musikindustrie und die Deutsche Phono-Akademie vor Wochenfrist die Sieger des ECHO Jazz 2012 verkündeten, liefen die Planungen zur Gala noch auf Hochtouren. Nun können die Echo-Macher den Termin, den Austragungsort, den TV-Partner und den Moderator bestätigen: Die Verleihung des ECHO Jazz geht demnach am 3. Juni 2012 in der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen in Dresden über die Bühne. Durch den Abend in der sächsischen Landeshauptstadt führt erneut Dieter Moor (Foto). Als Fernsehpartner ist der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) mit an Bord, der die ECHO-Verleihung am Abend des 7. Juni ab 23:35 ausstrahlt. Passend dazu freut sich denn auch BVMI-Geschäftsführer D. Florian Drücke, "dass wir erneut Dieter Moor, die Gläserne Manufaktur von Volkswagen und den MDR für den ECHO Jazz gewinnen konnten und dass wir gemeinsam mit unserem Partner Volkswagen die Verleihung des ECHO Jazz in diesem exklusiven Rahmen zelebrieren dürfen". Der unter anderem als Moderator der Sendung "ttt - titel, thesen, temperamente" bekannte Dieter Moor erinnert "an die wunderbare Stimmung" des letzten ECHO Jazz und "an die Freude der Preisträger des letzten Jahres" und ergänzt: "Jazzer sind eine eigene, ungemein kreative Spezies. Sie gehören zu den Künstlern, die sich bei aller Konkurrenz auf hohem Niveau nicht nur gegenseitig respektieren, sondern auch neugierig aufeinander sind. Das wird das Besondere und Berauschende dieses Abends ausmachen." Zu den Preisträgern des Echo Jazz 2012 zählen unter anderem Götz Alsmann mit seinem Album ‘In Paris‘ und Jasmin Tabatabai mit ihrem Longplayer ‘Eine Frau‘ als Sänger beziehungsweise Sängerin des Jahres in den nationalen Kategorien sowie Cassandra Wilson und Kurt Elling in den internationalen Gesangskategorien. - © Foto: Manuel Krug |
Jazz_News_23.04.12 Siebte jazzahead! schließt mit Rekordergebnis | | |  |
Die siebte Ausgabe der jazzahead!, die vom 19. bis 21. April in Bremen über die Bühne ging, konnte das gute Ergebnis vom Vorjahr noch einmal toppen. Die veranstaltende WFB Wirtschaftsförderung Bremen als Betreiber der Messehallen zählte mehr Aussteller und Fachbesucher als jemals zuvor. Für mehr als 500 Aussteller hatten die Messemacher Platz schaffen müssen - das ist ein Plus von mehr als 35 Prozent. Erstmals verteilten sich die Stände gleich auf zwei Etagen in den Messehallen, die am Freitag und Samstag von den 2256 Fachbesuchern umlagert wurden. Bei der Eröffnung lobte Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen die Veranstalter und ging in seiner Rede auf eine scherzhafte Bezeichnung von Hans Peter Schneider, Geschäftsführer Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) ein: "Ich kann bestätigen, dass da ein paar Verrückte eine Idee hatten - aber wir als Stadt Bremen waren da von Anfang gern dabei." Inzwischen hat die jazzahead! eine äußert positive Entwicklung aufzuweisen, wie Schneider ausführte: "Die Veranstaltung hat sich weltweit einen Namen gemacht und ist in dieser Forma absolut einzigartig. Sie ist renommierte Fachmesse und zusätzlich hochkarätiges Kulturevent." - © Foto: Frank Pusch |
Jazz_News_09.03.12 jazzahead!-Messe würdigt besten Jazzjournalisten | | |  |
Will zu einer "Re-Professionalisierung" des Jazzjournalismus beitragen: Uli Beckerhoff (Foto), hier bei der jazzahead!-Präsentation auf der MIDEM 2012. Auf der MIDEM hatten die jazzahead!-Macher angekündigt, in diesem Jahr erstmals einen Preis für Jazzjournalismus in Deutschland zu verleihen. Nun stehen der Stifter und die Höhe des Preisgeldes fest: Die Dr. E.A. Langner-Stiftung dotiert die Auszeichnung mit 5000 Euro. "Die Idee und das Ziel der Verleihung ist es, inhaltlich und sprachlich kompetenten Jazzjournalismus zu würdigen und zu fördern", heißt es aus Bremen. Uli Beckerhoff, Mitglied im künstlerischen Leitungsteam der jazzahead!, Professor an der Folkwang Universität der Künste und aktiver Musiker, bemängelt: "Jazz findet in Deutschland auf Weltklasse-Niveau statt, ist in der nationalen Kulturlandschaft jedoch nicht so präsent wie er sein sollte angesichts seiner hohen Qualität und der Anerkennung, die er inzwischen im Ausland erfährt." Dies spiegele sich in der marginalen Berichterstattung in den deutschen Medien wider. Beckerhoff erhofft sich eine "neue Regelmäßigkeit und Re-Professionalisierung“ der Berichterstattung auf einem Niveau, das der hohen musikalischen Qualität und kulturellen Bedeutung dieser Musik gerecht wird". Eine Jury aus Journalisten und Musikern kürt den Preisträger, der am 20. April im Rahmen der jazzahead! ausgezeichnet wird. Am 23. März stellen die Organisatoren auf der Musikmesse Frankfurt die Auszeichnung genauer vor. Die jazzahead! findet vom 19. bis 22. April 2012 in Bremen statt. - © Foto: dpa |
Jazz_News_28.02.12 Hazy Osterwald verstorben | | |  |
Neun Tage nach seinem 90. Geburtstag ist der Schweizer Bandleader und Jazzmusiker Hazy Osterwald, der auch mit Hits wie ‘Kriminal-Tango‘ bekannt wurde, am 26. Februar 2012 an den Folgen seiner Parkinsonerkrankung gestorben. Der am 18. Februar 1922 als Rolf Erich Osterwalder in Bern geborene Trompeter und Pianist gründete 1944 seine erste eigene Big Band, die er später zu einem Sextett verkleinerte. Er machte sich rasch auch außerhalb der Jazz- und Swing-Zirkel einen Namen. 1959 hatte er mit seiner Aufnahme von ‘Kriminal-Tango‘ auf dem Polydor-Label einen großen Hit, der mehr als eine Million Einheiten verkaufte. Später folgten Singles wie ‘Panoptikum‘, ‘Konjunktur-Cha-Cha‘ und ‘Der Fahrstuhl nach oben ist besetzt‘. Als Livemusiker und als Entertainer war Hazy Osterwald auch international gefragt. So trat er unter anderem in Skandinavien und Großbritannien auf. Darüber hinaus war er in 15 deutschen Fernsehfilmen zu sehen. An den Olympischen Spielen 1964, 1972 und 1976 wirkten Hazy Osterwald und seine Musiker als offizielles Olympia-Orchester mit. Als Begleitorchester arbeiteten sie zudem für Künstler wie Udo Jürgens, Catarina Valente, Gilbert Bécaud und Sacha Distel. - © Foto: dpa |
Jazz_News_03.02.12 Musiklegenden auf BriefmarkenDie amerikanische und die französische Post geben gemeinsam zwei Briefmarken heraus. Auf den Marken sind die Musiklegenden Edith Piaf und Miles Davis zu sehen. Edith Piaf (1915 – 1963) ist wohl eine der bekanntesten Chansonsängerinnen der Welt. Besonders der Chanson ‘Non, Je Ne Regrette Rien‘ machte sie berühmt. Der Trompeter Miles Davis (1926 – 1991) prägte hingegen über Jahrzehnte den Jazz. Der U.S. Postal Service und La Poste ehren die zwei Musiker nun mit Briefmarken. In den USA erscheinen die Marken als sogenannte „Forever“-Marken. Das heißt, dass sich ihr Wert trotz Preiserhöhungen für die Beförderung von Briefen nicht ändert. Die Marken werden ab Juni erhältlich sein. – © Foto: dpa |
Jazz_News_20.01.12 jazzahead! präsentiert neues Programm-Modul auf der MidemDie von der WFB Wirtschaftsförderung Bremen veranstaltete deutsche Messe jazzahead! stellt am 30. Januar beim alljährlich stattfindenden internationalen Branchentreff Midem im französischen Cannes ein neues Programm-Modul unter dem Namen „German Jazz Expo“ vor. Unterstützung erfährt das Projekt von Staatsminister Bernd Neumann (Foto), der an dem Tag vor Ort ist. Neumann soll zunächst die Gäste und Journalisten am deutschen Gemeinschaftsstand begrüßen. Danach erläutert Prof. Uli Beckerhoff, künstlerischer Leiter der jazzahead!, die Hintergründe der „German Jazz Expo“. Gemeinsam mit der Initiative Musik wolle die jazzahead! damit deutsche Jazzmusiker international stärker positionieren, vernetzen und präsentieren, heißt es aus Bremen. - © Foto: G+J EM |
Jazz_News_06.01.12 Jazz-Legende Sam Rivers gestorben | | |  |
Der US-Jazz-Saxophonist Sam Rivers ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Rivers erlag am 26.12. 11 in Orlando / Florida einer Lungenentzündung, sagte seine Tochter und Managerin Monique Rivers William. Ihr Vater habe jede Minute seiner Arbeit genossen, sagte seine Tochter. Das Wort Ruhestand sei nicht Teil seines Vokabulars gewesen. Rivers wurde in Oklahoma in einer Familie von Musikern geboren, kam in den 1950er-Jahren zum Bebop und gehörte bald zu den Größen des Free Jazz in den USA. Der Saxophonist trat mit Jazz-Legenden wie Billie Holiday und Miles Davis auf, bei dessen Live-Album ‘Miles in Tokyo‘ er 1964 mitspielte. Auf dem Plattenlabel Blue Note brachte er mehrere eigene Alben heraus, er spielte mit dem Bassisten Dave Holland und dem Schlagzeuger Tony Williams. In den 1970er-Jahren eröffnete Rivers mit seiner Frau Bea in ihrem Loft in New York das Studio Rivbea, das über Jahre zum Treffpunkt für Jazz-Musiker und Fans der Avantgarde-Szene wurde. In den 1980er-Jahren spielte er dann lange mit Dizzy Gillespies United Nations Band, bevor er sich in Orlando niederließ, wo er eine eigene Band gründete. - © Foto: dpa |
Jazz_News_09.12.11 Nils Landgren neuer Leiter von JazzBaltica | | |  |
Die Fortführung des Festivals JazzBaltica 2012 ist gesichert, wie die ausrichtende Stiftung Schleswig-Holstein Musik Festival bekanntgibt. Das internationale Jazz-Festival werde ab 2012 von dem renommierten schwedischen Posaunisten, Sänger und Komponisten Nils Landgren geleitet und eine neue Heimat im Hafengelände der Gemeinde Timmendorfer Strand-Niendorf finden. Die Konzerte werden in der Evers-Werft veranstaltet, die seit vielen Jahren eine Spielstätte des Schleswig-Holstein Musik Festivals ist. Damit ziehe JazzBaltica direkt an die "Baltic Sea", den Strand der Ostsee, und somit "back to the roots". Landgren nehme den JazzBaltica-Gründungsgedanken wieder auf, Künstler aus der Ostseeregion in den Mittelpunkt zu rücken. Unter der Devise "New places, familiar faces" veranstaltet der Jazzexperte vom 29. Juni bis zum 1. Juli 2012 seine erste JazzBaltica. Dem Engagement der Sponsoren von JazzBaltica komme besondere Bedeutung zu, lassen die Festivalmacher verlauten. Das JazzBaltica-Team danke insbesondere den Hauptsponsoren Investitionsbank Schleswig-Holstein und Audi. Prof. Rolf Beck, Intendant des Schleswig-Holstein Musik Festivals, meint: "Mit einer gewissen Sorge notierte 'Die Zeit' im vergangenen Jahr: 'Wie stolz könnte Schleswig-Holstein auf dieses Kulturereignis sein.' Wir sind froh und natürlich auch stolz, dass es uns nun nach dieser Zeit der Ungewissheit gelungen ist, JazzBaltica zu retten und auch in Zukunft bei uns in Schleswig-Holstein eines der international führenden Jazzfestivals veranstalten zu können." JazzBaltica ist laut Beck "ein Festival aufregender musikalischer Begegnungen. Ein Festival, bei dem viele Künstler den Sprung zur internationalen Karriere geschafft haben. Und diese Geschichte wollen wir nun am neuen Ort und mit neuer künstlerischer Leitung fortschreiben. Ich danke der Gemeinde Timmendorfer Strand für ihre erhebliche finanzielle Unterstützung, ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre. Ich danke Nils Landgren dafür, dass er die Zukunft von JazzBaltica künstlerisch gestaltet. Und ich bin sehr froh über die von Kulturstaatsminister Bernd Neumann zugesagte Anschubfinanzierung für den Neustart von JazzBaltica." Volker Popp, Bürgermeister der Gemeinde Timmendorfer Strand, sagt: "Wir freuen uns außerordentlich, dass wir die JazzBaltica zu uns holen konnten. Wir alle hier in Timmendorfer Strand haben uns mit Herzblut für JazzBaltica eingesetzt und sehen es als große Chance für die Gemeinde. Wir möchten die Intendanz des Schleswig-Holstein Musik Festivals dabei nachhaltig unterstützen, einen neuen magischen Ort für dieses besondere Festival zu etablieren, von dem man in aller Jazzwelt sprechen wird. - © Foto: Rolf Kißling |
Jazz_News_23.11.11 Jazz-Drummer Paul Motian gestorbenDer legendäre Jazzschlagzeuger, Komponist und Bandleader Paul Motian ist im Alter von 80 Jahren in einem Krankenhaus in New York gestorben. Todesursache waren Komplikationen im Verlauf einer Blut- und Knochenmarkskrankheit, wie der Saxophonist Joe Lovano, ein Freund des Künstlers, bekanntgab. Der in Philadelphia geborene Künstler wurde unter anderem als Mitglied des Bill Evans Trios der späten 50er und frühen 60er Jahre sowie durch seine Zusammenarbeit mit Keith Jarrett in den 70er Jahren berühmt. Im späteren Lauf seiner Karriere trat er immer stärker als Komponist und Bandleader (Electric Bebop Band) in Erscheinung. Die Liste der Jazzgrößen, mit denen Motian im Lauf seiner Karriere zusammenspielte, umfasst Namen wie Sonny Rollins, Coleman Hawkins, Mose Allison, Charlie Haden, Carla Bley, Joshua Redman und Bill Frisell. Motian stand aber auch auf dem Woodstock-Festival als Begleiter von Folksänger Arlo Guthrie auf der Bühne. - © Foto: dpa |
Jazz_News_11.11.11 Jazzhaus will Archivschätze heben | | |  |
Zur Präsentation ihres neuen Labels Jazzhaus luden der Südwestrundfunk (SWR) und Arthaus Musik kürzlich ins Ellington Hotel nach Berlin. Die SWR Media Services und Arthaus Musik werten künftig gemeinsam bislang unveröffentlichte Aufnahmen aus 65 Jahren Rundfunkgeschichte aus und machen der Öffentlichkeit dabei mehr als 3000 Stunden Livemusik und 500 Stunden Fernsehmitschnitte zahlreicher Konzerte zugänglich. "Das Label wird seinen Platz und seine Hörer finden", ist sich Arthaus-Musik-Geschäftsführer Erwin Stürzer sicher. Gestartet wird am 14. November mit CDs von Künstlern wie Cannonball Adderley, Gerry Mulligan und Art Blakey sowie Bigband-Aufnahmen von Duke Ellington und Benny Goodman. "Das Hauptproblem sind die Rechte", erläutert derweil Burkhard Freyberg, Geschäftsführer der SWR Media Services. Dies sei ein Grund, warum andere deutsche Rundfunkanstalten noch nicht tätig geworden seien. "Wir müssen enorme Vorleistungen erbringen und es ist ein langer Weg, den wir gehen wollen", ergänzt er. - © Foto SWR
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Jazz_News_28.10.11 Jazzahead! steht 2012 im Zeichen Spaniens | | |  |
Spanien ist das Partnerland der kommenden Jazzahead!. Die Bremer Jazzmesse, die im nächsten Jahr vom 19. bis 22. April stattfindet, hat sich dazu unter anderem einen spanischen Grammy-Gewinner eingeladen: Tomatito (s. Foto) spielt am 20. April mit seinem Sextett ein Galakonzert im Bremer Konzerthaus Die Glocke. 2011 stellte die Messe mit der Türkei erstmals ein Partnerland in den Fokus. Aufgrund des damaligen Erfolgs führt man das Konzept in diesem Jahr weiter, wie die Veranstalter erläutern. "Die Entscheidung ist uns leicht gefallen", erklärt Jazzahead!-Projektleiterin Sybille Kornitschky. "Spanien ist extrem spannend, auch was seine Jazzszene anbelangt, weil diese noch nicht komplett international vernetzt ist und daher noch ungenutzte Möglichkeiten internationaler Kooperationen bereit hält." Auch außerhalb des Messebereichs soll spanisches Flair durch Bremen ziehen. Dazu arbeitet die Jazzahead! mit dem spanischen Kultur- und Sprachzentrum Instituto Cervantes zusammen. Gemeinsam wollen die Organisationen ein Publikumsprogramm rund um Tanz, Literatur, Film und bildende Kunst aus Spanien auf die Beine stellen. 2012 umfasst das Jazzahead!-Programm zudem erneut ein internationales Showcase-Programm, das sich in die Module Spanish Night (19. April), German Jazz Expo und Overseas Night am 20. April und das European Jazz Meeting (21. April) gliedert. Bis zum 11. November können sich Musiker für einen Auftritt bewerben. Eine international besetzte Jury trifft die Auswahl für die Showcase-Auftritte. - © Foto: Ana Palma |
Jazz_News_14.10.11 42. Deutsches Jazzfestival Frankfurt 2011 | | |  |
Welche kreativen Funken sich heute – zum 50. Jubiläum – noch aus den Vorleistungen des „Impulse!“-Labels schlagen lassen, will das diesjährige Deutsche Jazzfestival Frankfurt in aufregenden musikalischen Projekten dokumentieren. Daneben werden Strömungen der gegenwärtigen Jazzszene aufgenommen und von weiteren Formationen repräsentiert. So verbindet sich beim „Deutschen Jazzfestival 2011“ eine Hommage an das geschichtsmächtige „Impulse!“-Label mit einer aktuellen Bestandsaufnahme des Jazz. Im Programm sind mit Archie Shepp und McCoy Tyner zwei „Original Impulse! Künstler“ und speziell das Programm am Freitag und Samstag setzt sich explizit mit der (Vor-) Arbeit von John Coltrane auseinander. Das Programm verspricht viel. Unser Tipp: ”Africa Brass“– hr-Bigband feat. Archie Shepp, cond. & arr. by Charles Tolliver. Das Festival findet vom 27.-30. Oktober im Sendesaal des hessischen Rundfunks in Frankfurt am Main in der Bertramstraße statt. Kein anderes Jazz-Label verkörpert die Aufbruchstimmung und die Experimentierfreude der 60er Jahre so beispielhaft wie „Impulse!“-Records. Unter dem wegweisenden Motto „The New Wave In Jazz“ veröffentlichte das 1961 gegründete Label mehr als 15 Jahre lang das Avancierteste, was der Jazz zu bieten hatte. Es waren Visionäre wie Sonny Rollins, Charles Mingus, Albert Ayler, Keith Jarrett, Archie Shepp und Pharoah Sanders, die bei „Impulse!“ ihre ersten großen Erfolge feierten. Vor allem aber ein Künstler prägte die Identität des Platten-Labels und sicherte ihm seinen lang anhaltenden Einfluss: John Coltrane. - © Foto: dpa |
Jazz_News_16.09.11 Jan Garbarek & The Hilliard Ensemble | | |  |
Auch ihre dritte CD Veröffentlichung ‘Officium Novum‘ ist erneuter Beweis dafür, was der englische Evening Standard „mit die schönste akustische Musik, die je gemacht wurde“ bezeichnete. Jan Garbarek durchwandert, durchfliegt die Räume, die das Hilliard Ensemble mit ihren hinreißend gesungenen Vokalpartituren erschaffen. In besonders magischen Momenten spielt sich Jan Garbareks Saxophon fast unmerklich in die oberen Linien des Countertenors David James hinein, um alle Grenzen zwischen Jazz und Klassik, dem Heiligen und dem Profanen, dem Altertum und der Neuzeit hinwegzufegen. Garbareks Saxophongesang kann sich wie ein breiter, unterirdischer Tonstrom bewegen, aus dem die Stimmen aufsteigen. Oder er tanzt zwischen den polyphonen, lebendig pulsierenden Fontänen der Stimmen. Im Konzertprogramm schürfen die Musiker weiterhin nach verborgenen Schätzen, in einer Zeit, in der musikalische Allianzen häufig kurzlebig und spekulativ sind, beweisen Jan Garbarek & The Hilliard Ensemble, dass sie auch nach 17 Jahren der Zusammenarbeit eine „working band“ sind, die immer noch an- und miteinander wächst. - © Foto: ECM Records Konzerttermine: 14.10. Osnabrück, St. Marienkirche 16.10. Bremen, Dom 18.10. Pirmasens, St.Pirmin 07.11. München, Lukaskirche 08.11. Augsburg, Heilig Kreuz Kirche 09.11. Würzburg, St.Johanniskirche 10.11. Nürnberg, Gustav Adolf Kirche 12.11. Hamm, Pauluskirche 13.11. Essen, Ev. Kirche Katernberg 11.12. Stuttgart, Markuskirche |
Jazz_News_02.09.11 Deutscher Jazzpreis für Peter BrötzmannSaxophonist Peter Brötzmann erhält in diesem Jahr den Albert-Mangelsdorff-Preis. Die Union Deutscher Jazzmusiker überreicht den Jazzpreis am 18. September bei einem Konzert in der Akademie der Künste in Berlin. Der von der GEMA-Stiftung und dem Förderungs- und Hilfsfonds des Deutschen Komponistenverband unterstützte Award ist mit 15.000 Euro dotiert. Die Union Deutscher Jazzmusiker vergibt den Preis seit 1994 alle zwei Jahre. Der 1941 in Remscheid geborene Brötzmann konzertiert seit über 40 Jahren auf allen internationalen Festivals. In dieser Zeit wurde er eine der entscheidenden Persönlichkeiten der freien Improvisation. Nach ihm wurde eine bestimmte freie Spielart des Saxophons benannt, das so genannte „brötzen“. Der 70-jährige war 1971 als Förderpreis- und 2005 als Hauptpreisträger mit dem Von-der-Heydt-Kulturpreis der Stadt Wuppertal geehrt worden. Brötzmann erhält den Albert Mangelsdorff-Preis am 18. September. - © Foto: Oliver Hesch |
Jazz_News_29.07.11 Herbie Hancock zum UNESCO-Botschafter benannt | | |  |
UNESCO-Generaldirektor Irina Bokova hat den amerikanischen Jazz-Musiker Herbie Hancock in einer Zeremonie am Hauptsitz der UNESCO in Paris am 22. Juli zum UNESCO-Botschafter ernannt. "Ihn erfülle die neue Aufgabe mit großer Ehre. Er glaube an die Förderung von Frieden durch Dialog, Kultur und Kunst", so Hancock. Die UNESCO rückt das gegenseitige Verständnis zwischen den Kulturen in den Fokus. Ein besonderer Schwerpunkt gilt dabei der Entstehung von neuen und kreativen Ideen bei Jugendlichen, um Lösungen für globale Probleme zu finden, sowie auf einen gleichberechtigten Zugang zu der Vielfalt der künstlerischen Ausdrucksformen. Jetzt im fünften Jahrzehnt seines Schaffens bleibt Herbie Hancock da wo er immer war: an der Spitze der Weltkultur und Musik. Als legendärer Pianist und Komponist anerkannt, ist Hancock seit den 1960er Jahren ein integraler Bestandteil der internationalen Musik-Szene. Der Künstler unterhielt bisher aber auch eine blühende Karriere außerhalb des aktiven Musizierens. Er ist Mitglied des Lehrstuhls für Jazz bei der Los Angeles Philharmonic Association, sowie Vorsitzender des Thelonious Monk Institute of Jazz, die international führende Organisation, welche sich auf die Entwicklung der Jazz Performance und Bildung weltweit versteht. Zudem ist er auch Gründungsmitglied des internationalen Komitees “Künstler für den Frieden“ (ICAP). Last but not least wurde Hancock kürzlich mit dem "Commandeur des Arts et des Lettres" vom französischen Premierminister Francois Fillon ausgezeichnet. - © Foto: Sony Music Classical |
Jazz_News_03.07.11 North Sea Jazz Festival Rotterdam 8.-10.7.2011 | | |  |
Ein Programm der Extraklasse präsentiert das North Sea Jazz Festival Rotterdam – das größte Indoor-Jazzfestival der Welt mit der höchsten Konzertdichte. Neben großen Namen wie Paul Simon, Herbie Hancock, Marcus Miller, Esperanza Spalding (Foto), Tom Jones und BB King geben sich auch spannende Newcomer ein Stelldichein. Das Festival findet am 8., 9. und 10. Juli im Ahoy Rotterdam statt und wird rund 70.000 Besucher in die Stadt locken. Offiziell eröffnet wird das Event von Nathalie Cole während der North Sea Jazz Gala am Donnerstag. Abgerundet wird das hochkarätige Programm jeden Abend mit einem Konzert von Prince. Das musikalische Multitalent aus Minneapolis bietet bei jedem der drei Auftritte eine andere Show, bei der Prince unter anderem seine großen Hits spielt. Für die Konzerte gibt es auch Karten im freien Verkauf; die Festivaltickets gelten nicht für die Prince-Auftritte. Mit rund 150 Konzerten in zwölf Sälen bietet das North Sea Jazz Festival für jeden Musikgeschmack etwas. Neben Auftritten klassischer Jazzlegenden wie Ahmad Jamal, Joe Lovano und Lee Konitz stehen Soul-u. Funk-Acts u.a. von Larry Graham Central Station, Seal und Chaka Khan. Das Pop-Genre wird vertreten von alten Recken wie Paul Simon, Tom Jones und Sergio Mendes. Liebhaber freier und experimenteller, elektronischer Musik kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Auf dem Programm steht eine große Anzahl ungewöhnlicher Projekte, wie etwa das Metropole Orkest mit Jazzmusikern dreier Generationen: Jon Hendricks, Al Jarreau und Kurt Elling. 20 Jahre nach dem Tod der Jazzlegende, die zugleich ihr Bandleader war, laden Herbie Hancock, Wayne Shorter und Marcus Miller zum „Tribute to Miles Davis“. Ein Augenmerk liegt zudem auf den neuen Entwicklungen innerhalb der Themen Infused, New Free Bop und Electronic Jazz. Und auch die neue Generation in der Jazzmusik kommt nicht zu kurz. Eine Neuheit bei dieser Ausgabe ist die „Carte Blanche“, die in diesem Jahr an die beiden neuen, talentierten Acts Kyteman und Rudresh Mahanthappa vergeben wurde. Sie werden an allen drei Festivaltagen auf immer wieder andere Art präsent sein. - © Foto: Sandrine Lee Tickets und weitere Informationen Tageskarten für das North Sea Jazz Festival kosten 89 Euro, 3-Tages-Karten gibt es für 209 Euro (jeweils zuzüglich Servicekosten). www.northseajazz.com, www.northseajazzhotels.com, www.rotterdam.info. |
Jazz_News_13.05.11 Manfred Eicher verweigert ECHO-Ehrung | | |  |
Es sei "schön zu lesen, welch wunderliche Preise Sie in Ihren ECHO-Jurysitzungen hin und wieder hervorbringen und dann auch verleihen möchten", ließ ECM Labelgründer Manfred Eicher den Bundesverband Musikindustrie und die Deutsche Phono-Akademie wissen. Diese hatten dem renommierten ECM-Chef einen ECHO in der Kategorie "Förderer des Jazz" zugedacht. Dieser Sonderpreis aber "konterkariert die Wahrnehmung meiner Tätigkeit als Musikproduzent", lässt Eicher wissen: "Je preiser gekrönt, desto durcher er fällt ..., lesen wir bei Tucholsky. Ich nehme diesen Preis nicht an." Beim Bundesverband Musikindustrie bedauert man diese Entscheidung: "Es ist immer schade, wenn ein Preisträger sich dazu entscheidet, einen Preis nicht anzunehmen." Allerdings sei diese Geste "keineswegs ein innovativer Akt": Es gebe immer wieder Preisträger, die sich von ihrer Auszeichnung distanzieren. Die Verleihung des ECHO Jazz geht am 17. Juni 2011 in der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen in Dresden über die Bühne. Erst kürzlich hatte der BVMI verkünden können, dass VW als Hauptsponsor und offizieller Partner die drei ECHO-Awards - ECHO Pop, ECHO Klassik und ECHO Jazz - in den nächsten drei Jahren begleitet. - © Foto: Marek Vogel |
Jazz_News_06.05.11 jazzahead! zieht positive Bilanz | | |  |
Die von der WFB Wirtschaftsförderung Bremen ausgerichtete Messe jazzahead! 2011 verbuchte vom 28. April bis zum 1. Mai ein Besucherplus von 25 Prozent und ein Ausstellerplus von gut 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für die Ausrichter ist damit klar: Das neue Konzept der jazzahead! ist "voll aufgegangen". Die Messe sei in diesem Jahr "nicht nur für internationale Fachkreise ein Muss" gewesen, sondern habe "mit ihrem vielseitigen Rahmenprogramm auch ein Musikpublikum aus ganz Deutschland" begeistert. Der Musikevent habe Bremen in Atem gehalten und die Hansestadt zum sechsten Mal "als wichtigen Punkt auf der internationalen Landkarte des Jazz" markiert, heißt es aus Bremen. U.a. erhielt mit Claude Nobs der Mitbegründer und Direktor des Montreux Jazz Festivals für seine herausragenden Verdienste um den Jazz den jazzahead!-Skoda-Award. Angesichts der positiven Bilanz hoffen die Ausrichter auf weiteres Wachstum im kommenden Jahr. Die Weichen für 2012 sind bereits gestellt. – © Foto: Frank Pusch |
Jazz_News_15.04.11 Return To Forever kehrt zurückReturn To Forever spielen im Juli unter der Ägide der Karsten Jahnke Konzertagentur vier Deutschlandshows. Die einflussreiche Jazzrock-Gruppe tourt in der Besetzung Chick Corea (Piano, Keyboards), Stanley Clarke (Bass), Lenny White (Schlagzeug), Frank Gambale (Gitarre) und Jean Luc Ponty (Violine). Die 1971 gegründete Band war zuletzt 2008 in Deutschland aufgetreten. Damals, am 20. Juli, spielte die legendäre US-Formation ein Konzert auf dem Museumsplatz Bonn. Zudem wurde im Rahmen der 2008er Tour für das Eagle Vision-Label (Vertrieb: Edel) ein Konzertmitschnitt vom Montreux Jazz Festival für eine DVD- bzw. Blu-ray-Veröffentlichung produziert. – © Foto: C. Taylor Crothers, Kimberly Wright, Miles Standish Pettengill III Konzerttermine 01.07.11 Berlin, Zitadelle 02.07.11 Hamburg, Stadtpark Freilichtbühne 03.07.11 Neckarsulm, Audi Forum 04.07.11 München, Tollwood Festival |
Jazz_News_01.04.11 German Jazz Award an Pe WernerFür mehr als 10.000 verkaufte Einheiten ihres Albums ‘Im Mondrausch‘ hat Warner Music Entertainment einen German Jazz Award an Pe Werner überreicht. Die Verleihung ging jüngst in Berlin über die Bühne. Auf dem bereits 2009 veröffentlichten Album beschäftigte sich die Künstlerin thematisch ausschließlich mit dem Mond. Für die Songs zwischen Bar-Jazz, Swing-Atmosphäre und Big Band-Sound zeichnete der Arrangeur, Pianist und Produzent Prof. Wieland Reissmann (Till Brönner, Thomas Quasthoff, Rufus Wainwright) mitverantwortlich, der ebenfalls einen German Jazz Award erhielt. Seit Anfang Februar ist Pe Werner mit ihrem neuen Bühnenprogramm "Turteltaub - Salonmusik in Pe-Dur" in Deutschland unterwegs. Zum Programm gehören auch Songs des jetzt ausgezeichneten Albums. – © Foto: Warner Music Germany |
Jazz_News_04.03.11 jazzahead! ehrt Claude NobsAuf der sechsten jazzahead!-Messe, die vom 28. April bis 1. Mai in Bremen stattfindet, erhält Claude Nobs, Gründer des renommierten Montreux Jazz Festivals, den jazzahead!-Škoda-Award für sein Lebenswerk. Die Laudatio für den Festivalmacher hält ACT-Chef Siggi Loch. Beide zusammen wollen zudem mit einer Hommage Ahmet und Nesuhi Ertegun (legendäre Gründer der US-Plattenfirma Atlantic) ehren. Die Preisverleihung geht am 29. April über die Bühne. Die von der WFB Wirtschaftsförderung ausgerichtete jazzahead! mit Messe und Showcasefestival geht in diesem Jahr in die sechste Runde, diesmal unter dem Motto "growing markets!". Im Congress Centrum finden die Messe und das European Jazz Meeting statt; im Kulturzentrum Schlachthof gibt es die „Overseas Night“, die „German Night“ sowie die „Turkish Night“. Die „Club Night“ steigt in mehreren Bremer Clubs. – © Foto: dpa |
Jazz_News_18.02.11 Grammy “Lifetime achievement” for Roy Haynes | | |  |
Famous jazz drummer Roy Haynes (85) receives the award on Saturday at the Staples Center in Los Angeles in a ceremony prerecorded for broadcast Sunday on CBS. It's a tribute that awes even Haynes, who already has a mantel full of brassy hardware, including a "living legacy” award presented at the Kennedy Center for the Performing Arts in Washington, D.C. last year. On the phone from his home on Long Island, NY, Haynes told the Boston Herald he had an inkling something was up when the Recording Academy called to tell him he’d be hearing from their president and CEO, Neil Portnow. “I wanted one of my kids to be there when I got the call, and a bottle of champagne,” Haynes said, adding that he’s not sure yet whether or not he’ll perform at the Grammys. “I had the champagne, but I was by myself. But it was still exciting as hell, man. When I was a youngster in Boston, I was with Dixieland people before bebop was even heard of. I’ve covered a lot of territory. As the song goes, I covered the waterfront. It’s been quite an exciting career, and it’s still going on.” Haynes just finished recording a new CD with his ensemble for the Dreyfus label that includes guest appearances by trumpeter Roy Hargrove and pianist Chick Corea. Haynes says all his performing and touring — he spent months in Europe last year with both his band and Corea — keeps him young. “Sometimes I think about my age when I’m home,” he said. “But when I get on the bandstand, especially with the people I’ve been fortunate enough to be able to play with, we all become the same age. The music keeps you open, especially traveling all over the world and playing in different countries and with different people.” Long one of the sharpest dressers in jazz, and an automobile aficionado who tools around in his Bricklin and ’68 Cadillac Eldorado, Haynes says the lifetime achievement award has caused him to look back on what he has accomplished. “It feels good, man, and it’s on and on and on,” he said. “When they book me in places all over the world, I guess they’re mentioning my age, and what’s happening is that a lot of young ladies say to me, ‘You really can’t be in your 80s.’ So every day is great. To do something, meet somebody new, perform and have an audience love what you’re doing. It’s been a hell of a life.” – © Foto: dpa |
Jazz_News_14.01.11 Lizz Wright bespielt im März deutsche Bühnen | | |  |
Nach euphorisch gefeierten Konzerten im Oktober, kehrt die amerikanische Jazz-, Gospel- und Bluessängerin Lizz Wright im März auf deutsche Bühnen zurück. Tourveranstalter ist die Hamburger Konzertagentur Karsten Jahnke. Am 17. März singt die im US-Bundesstaat Georgia geborene Künstlerin, die am 22. Januar ihren 31. Geburtstag feiert, in der Münchner Muffathalle. Am 23. und 24. März stehen dann noch Auftritte in Mainz und Düsseldorf auf dem Plan. Die Pfarrerstochter erreichte mit ihren vier bisherigen Albumveröffentlichungen immer die Charts. Ihren größten Erfolg errang sie hier 2008 mit dem Album ‘The Orchard‘, das es bis auf Platz 19 brachte. Ihr jüngstes Werk ‘Fellowship‘ enterte die deutsche Hitliste im vergangenen Jahr auf Rang 55. Darauf interpretiert Wright Gospelstandards aber auch Rockklassiker wie ‘Presence Of The Lord‘ von Eric Clapton und ‘In From The Storm‘ von Jimi Hendrix sowie zeitgenössische Songs im Verbund mit Kolleginnen wie Me'shell Ndegeocello, Angélique Kidjo und der Bürgerrechtlerin, Aktivistin, Sängerin Dr. Bernice Reagon. – © Foto: Konzertagentur Karsten Jahnke |
Jazz_News_17.12.10 Jazzlegende James Moody ist tot | | |  |
Eine "Institution des Jazz" ist tot: Der Saxofonist James Moody ist im Alter von 85 Jahren gestorben - vor kurzem war bei ihm ein Tumor gefunden worden. Nach Angaben seiner Familie starb der Musiker am Donnerstag in San Diego in Kalifornien. Moody, der auch Querflöte spielte und gelegentlich sang, gehörte zu den Pionieren des Bebop, der Wurzel des Modern Jazz. Außerdem galt er als begnadeter Improvisateur. Seine Fassung von ‘I'm In The Mood For Love‘, auch als ‘Moody's Mood for Love‘, bekannt, schrieb Jazzgeschichte. Moody hatte sich das Spielen autodidatisch beigebracht. Schon bald spielte er in einer Luftwaffen-Band und nach dem Krieg für Dizzy Gillespie, der zeitlebens sein Vorbild bleiben sollte. Später entwickelte er den warmen, dunklen Klang, der sein Markenzeichen werden sollte. Moody war ein Europa-Fan, nicht nur, weil er zu Beginn seiner Karriere mehrere Jahre in Europa gespielt hatte. Er trat auch auf den Berliner Jazztagen auf und spielte noch vor drei Jahren mit der WDR-Bigband. Jetzt starb James Moody "85 Jahre jung!", wie seine Familie mitteilte. – Foto: dpa |
Jazz_News_03.12.10 Mr. ‘Take Five‘ wird 90: Dave Brubeck | | |  |
Dave Brubeck liebt das Spiel mit ungeraden Zahlen, Paradebeispiel ist sein Album ‘Time Out‘ von 1959. Hier erteilte der amerikanische Pianist Dave Brubeck den gewöhnlichen Taktarten eine sprichwörtliche Auszeit und experimentierte mit komplexen Taktarten. Auf dieser Basis ließ Brubeck mit seinem Quartett etwas Neues entstehen: die Musik klang auf der einen Seite cool und distanziert, doch das lyrische Saxophon von Paul Desmond und das melodische Klavier des Bandleaders hauchte den Kompositionen Wärme und Leben ein. Das Dave Brubeck Quartet trat seinerzeit einen Siegeszug von Amerika ausgehend Richtung Europa an. David Warren Brubeck stammt aus Kalifornien, sein Vater war Viehzüchter. Doch auch die Musik war ein Thema im Hause Brubeck, denn die Mutter war eine studierte Pianistin. Nach einem kurzen Tiermedizin-Studium wechselte Brubeck die Richtung und widmete sich von da an komplett der Musik, er studierte unter anderem bei dem französischen Komponisten Darius Milhaud. Auch wenn der Jazz im Mittelpunkt von Brubecks Schaffen steht, so schimmern immer wieder Elemente der klassischen Musik durch. Brubeck ist seit über 60 Jahren erfolgreich auf den Bühnen unterwegs, zugleich ist er ein gutes Beispiel dafür, dass Kommerz und kunstfertiges Spiel nicht zwangsläufig Gegensätze bilden. Am Nikolaustag 2010 feiert Dave Brubeck seinen 90. Geburtstag. - Fotocredit: dpa |
Jazz_News_01.10.10 ECHO Jazz-Preis für Melody Gardot | | |  |
Frank Briegmann, President Universal Music Germany, Austria, Switzerland & Deutsche Grammophon, überreichte der Sängerin Melody Gardot am 24. September den ECHO Jazz, mit dem sie am 5. Mai in Bochum in Abwesenheit ausgezeichnet worden war. Die Preisverleihung fand im Anschluß an ihr ausverkauftes Konzert im Berliner Admiralspalast statt, Teil der von Marek Lieberberg veranstalteten Deutschland-Tour. „Ich freue mich sehr, Melody, dieser Ausnahmekünstlerin mit einer ganz besonderen Lebensgeschichte, nun endlich in natura den bereits im Mai dieses Jahres gewonnenen ECHO Jazz überreichen zu können", erklärte Briegmann. „Melody besitzt eine der unwiderstehlichsten Stimmen der Musikwelt und wird diese in den kommenden Jahren maßgeblich prägen." Die Gala zum Echo Jazz war am 5. Mai in der Bochumer Jahrhunderthalle über die Bühne gegangen. Die Universal-Künstlerin hatte dabei einen Preis in der Kategorie „Sängerin des Jahres International" erhalten. In seiner Laudatio wies der Universal-Chef auf die künstlerischen Qualitäten der US-Amerikanerin hin und hob auch ihre weltweiten Gold- und Platin-Auszeichnungen hervor. Das Album ist Bestandteil von Universals "We Love Music"-Kooperation mit ProSiebenSat.1. Zudem erklingt Melody Gardots Stimme derzeit in der bundesweiten Werbekampagne der Online-Bank ING-DiBa. – Foto: Universal |
Jazz_News_03.09.10 Saxophon-Titan Sonny Rollins wird 80Einer der renommiertesten Jazzmusiker feiert am 7. September seinen 80. Geburtstag. Tatsächlich hat Sonny Rollins mit seiner einnehmenden Art, Musik als unmittelbares Erleben zu versehen, mehrfach die Szene umgekrempelt. Bereits 1949 war er zum ersten Mal auf Platte zu hören, ein wenig zu jung, um noch zu den Pionieren des Bebops zu gehören, dafür umso selbstbewusster im Umgang mit seinem Instrument. In den folgenden Jahren war sein Tenorsaxophon an der Seite von Kollegen wie Bud Powell, Miles Davis, Clifford Brown zu hören. Anno 1956 nahm er ‘Saxophone Colossus‘ auf, das legendäre Album, das ihm fortan seinen Spitznamen gab. Am 10.September werden ihm unter anderem Jim Hall, Roy Hargrove und Christian McBride auf der Bühne des New Yorker Beacon Theatres zu seinem Ehrentag gratulieren. – Foto: Universal Music |
Jazz_News_16.08.10 Jazzsängerin Abbey Lincoln gestorbenDie amerikanische Jazzsängerin und Schauspielerin Abbey Lincoln ist am 14. August im Alter von 80 Jahren in New York verstorben. Die befreundete Regisseurin Carol Friedman, die an einer Dokumentation über die in letzter Zeit gesundheitlich angeschlagene Künstlerin arbeitete, bestätigte die Nachricht ihres Todes. Lincoln begann ihre Karriere als Schauspielerin und Sängerin in den 50er Jahren unter anderem in Filmen mit Sidney Poitier. Musikalisch arbeitete sie unter anderem mit dem Jazzdrummer Max Roach zusammen, den sie 1962 heiratete. Beeinflusst von Roach engagierte sie sich in dieser Zeit verstärkt für die Bürgerrechtsbewegung, am deutlichsten mit dem Album ‘We Insist! Max Roach's Freedom Now Suite‘ von 1960. Bis ins hohe Alter veröffentlichte Lincoln weiterhin Solowerke, zuletzt ‘Abbey Sings Abbey‘, das 2007 bei Universal erschien. – Foto: dpa |
Jazz_News_11.08.10 Reese Witherspoon im Jazz-FieberReese Witherspoon soll die amerikanische Sängerin, Songschreiberin und Schauspielerin Peggy Lee spielen. Jazzmusiker und Swinglegende Benny Goodman entdeckte Lee 1941 in Chicago und legte damit den Grundstein ihrer erfolgreichen Karriere. Witherspoon war bereits in ‘Walk The Line‘ als berühmte Sängerin zu sehen. Für ihre Darstellung als Johnny Cashs Ehefrau June Carter erhielt sie 2006 den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Beim Peggy Lee-Biopic fungiert sie als Produzentin. Nora Ephron (‘Julie & Julia‘) schreibt das Drehbuch und soll Regie führen, berichtet die Entertainmentzeitung Hollywood Reporter am 09. August 2010. – Foto: Ulrich Blanché/Ricore Medien |
Jazz_News_28.05.10 Dee Dee Bridgewater feierte den 60. Die amerikanische Jazzsängerin Dee Dee Bridgewater wurde am 27. Mai 1950 in Memphis/Tennessee geboren. Eigentlich heißt sie Denise Garrett. Ihr Vater war Musiklehrer und Jazztrompeter. Sie sang bereits an der Schule und während ihres Musikstudiums in einer Big Band der Universität. Später trat sie mit Jazzgrößen wie Horace Silver, Thad Jones, Chick Corea, Sonny Rollins, Dizzy Gillespie, Dexter Gordon oder Max Roach auf und spielte Platten mit ihnen ein. Als Ella Fitzgerald einmal kurz vor einem Konzert erkrankte, durfte Dee Dee Bridgewater für sie einspringen. In erster Ehe war die Sängerin mit dem Trompeter Cecil Bridgewater verheiratet. Heute lebt sie in dritter Ehe mit dem Franzosen Jean-Marie Durand. Die Sängerin hat drei Kinder aus ihren verschiedenen Ehen und wohnt abwechselnd in New York und Paris. Im April trat sie bei den «Jazz-Nights» in der Alten Oper Frankfurt auf. – Fotocredit: Mark Higashino |
Jazz_News_17.05.10 Jazzwelt trauert um Piano-Legende Hank JonesDer Jazzpianist Hank Jones (Bruder von Thad und Elvin Jones) ist nach kurzer schwerer Krankheit in der vergangenen Nacht in New York gestorben. Er war ein Musiker, der Jazzgeschichte geschrieben hat, ein großer Stilist, ein vielgefragter Begleiter wohl fast von jeder Größe der Jazzgeschichte und er war ein grandioser Solopianist. Jones sollte nach langen Jahren wieder mit seinem Kollegen Dave Holland beim nordeutschen Jazz Baltica auftreten. Im engen Dialog mit Dave Holland und auch im Einvernehmen mit Hank Jones hat man nach derzeitigem Stand eine Lösung gefunden, die das Konzert zu einer unvergesslichen Hommage an den verstorbenen Pianisten werden lässt. McCoy Tyner – vielen als Wegbegleiter von John Coltrane in Erinnerung – hat sich spontan bereit erklärt, gemeinsam mit Basskoryphäe Dave Holland den großen Hank Jones zu ehren. |
Jazz_News_07.05.10 ECHO JAZZ - raus aus der Nische Dieter Gorny, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Musikindustrie, hat in einem Interview mit der "Welt" die Motivation hinter der ersten ECHO JAZZ-Verleihung am 5. Mai in Bochum erklärt. Der Jazz habe sich "im positiven Sinne selbstständig gemacht", was man an den Erfolgen von Roger Cicero und Till Brönner sehe. „Einen Echo gibt es nur, wenn man den Eindruck hat: Das trägt sich auch als eigenständige Veranstaltung", erläutert Gorny. "Der Jazz hat genug Ehrenrunden gedreht, jetzt ist er endlich auf den Punkt gekommen." Auf dieser Basis will Gorny den Jazz aus der Nische holen und ein größeres Publikum ansprechen: „Ich glaube, wenn man so eine spannende Musik einer breiten Bevölkerungsschicht nahebringt, haben auch die Bereiche etwas davon, die eher zeitgenössisch und avantgardistisch orientiert sind." Auch einen Ausblick in die Zukunft der Veranstaltung gab Gorny: „Für den Jazzmusiker ist das Konzert der zentrale Darbietungspunkt seiner Kunst. Deshalb gibt es auch die Idee, den ECHO JAZZ schrittweise um ein Festival zu erweitern." |
Jazz_News_12.04.10 Herbie Hancock – der legendäre Pianist feiert heute seinen 70sten GeburtstagHerbie Hancock debütierte 1962 mit dem Album "Takin' Off" (u.a. mit Dexter Gordon und Freddie Hubbard) bei Blue Note. Dieses enthielt bekanntlich auch seinen ersten Welthit "Watermelon Man". In der Folge spielte er bis 1969 für Blue Note weitere 6 Alben unter eigenem Namen ein. Darunter Welterfolge wie "Empyrean Isles", auf dem das Stück "Cantaloop Island" zu hören ist, das auch später erfolgreich durch Us3 gecovert wurde. Ebenso das Album "Maiden Voyage", einem Meilenstein der Jazzgeschichte. Darüber hinaus wirkte er als Sideman sowohl an zahlreichen Blue Note-Klassikern als auch in Miles Davis‘ berühmten Quintett mit Wayne Shorter, Ron Carter, Tony Williams mit und legte damit den Grundstein zu einer außergewöhnlichen Karriere, die bis heute anhält. |
Jazz_News_09.04.10 Sonderpreis für Charlie Mariano (1923-2009) | | |  |
Den Sonderpreis (Kategorie 31) des ECHO Jazz 2010 erhält postum der Altsaxophonist Charlie Mariano (1923-2009) für seine letzte große Aufnahme, das Live-Album THE GREAT CONCERT. Es ist im Jahr 2009 auf ENJA erschienen. Um das Jahr 2006 wurden Charlie Mariano, Philip Catherine und Jasper van't Hof - drei Legenden des europäischen Jazz - für mehrere Konzerte als Trio gebucht. Eines dieser Ereignisse fand am 2. Mai 2008 im Theaterhaus Stuttgart statt, wo Charlie Mariano seit vielen Jahren häufig präsentiert worden war. Obwohl er Anfang 2008 mehrere Konzerte aus gesundheitlichen Gründen absagen musste, zeigte er beim Konzert in Stuttgart keinerlei Entkräftung: Er behandelte sein Saxophon mit starker, berstender Intensität - eruptiv, und unaufhaltsam. Sein Sound und seine Ausdruckskraft waren nahezu umwerfend. Das Konzert am 2. Mai 2008 wurde zu einer Nacht voller Magie. Durch einen glücklichen Zufall wurde es professionell aufgenommen und bildet ein perfektes Album. Leider hat Charlie Mariano im Juni 2009, 85-jährig, diese Welt für immer verlassen, aber THE GREAT CONCERT hat den großartigen Altsaxophonisten und wunderbaren Menschen Charlie Mariano ein letztes Mal auf der Höhe seiner Kraft und Intuition eingefangen. Diese Veröffentlichung ist seinem Gedächtnis gewidmet. - "Eine Sternstunde zeitloser Schönheit, melodietrunkener Kommunikation, weiser Lebensfreude, leisen Humors, vitaler Frische, magischer Intuition!" - Jazzzeitung
- "Reine, unteilbare Musik... Welch ein Mensch, welch ein Vermächtnis!" - tonart
- "Schlicht hinreißend." - Stereoplay
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Jazz_News_26.03.10 Erwin Lehn gestorbenDer Gründer und langjährige Leiter des Südfunk-Tanzorchesters, Erwin Lehn, ist tot. Er starb am vergangenen Samstag im Alter von 90 Jahren. Nach seiner Zeit beim Radio Berlin Tanzorchester hatte Lehn 1951 das Südfunk-Tanzorchester des damaligen Süddeutschen Rundfunks gegründet. Erwin Lehn machte in den 50er und 60er Jahren das Südfunk-Tanzorchester zu einer international bekannten Big Band. Jazz-Größen wie Benny Goodman, Quincy Jones oder Miles Davis vertrauten seinen Fähigkeiten und spielten zusammen mit dem Stuttgarter Ensemble. Mit der Fusion von SDR und SWF zum Südwestrundfunk 1998 wurde das Südfunk-Tanzorchester in SWR Big Band umbenannt. Viele Jahre lang moderierte Erwin Lehn auch die SDR-Sendung „Treffpunkt Jazz", die er 1955 zusammen mit Wolfram Röhrig und Dieter Zimmerle ins Leben gerufen hatte. Auch als Professor an der Stuttgarter Musikhochschule und Leiter der dortigen Big Band erwarb sich Lehn große Verdienste. |
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| tonart Ausgabe Frühjahr 2012/1 |