 | Klassik_News_18.05.12 Berliner Philharmoniker und Deutsche Grammophon zum 100sten | | |  |
Dirigent Arthur Nikisch nahm 1913 zusammen mit den Berliner Philharmonikern Beethovens 5. Sinfonie für die Deutsche Grammophon auf - die damals erste komplette Aufnahme eines Orchesterwerks. Nun bestärken beide Seiten ihre Zusammenarbeiten und verkünden drei hochkarätige Projekte zum 100-Jährigen. Das erste erschien bereits am 4. Mai 2012: Es handelt sich um das Liederalbum ‘Love And Longing‘ der Mezzosopranistin Magdalena Kozena zusammen mit Simon Rattle und den Berliner Philharmonikern, eine Live-Aufnahme vom Januar dieses Jahres. Zudem plant das Gelblabel eine Veröffentlichung mit Dirigent Gustavo Dudamel im Herbst 2013. Das Werk ‘Also sprach Zarathustra‘ von Richard Strauß wurde bereits im April aufgenommen, ‘Don Juan‘ und ‘Till Eulenspiegel‘ stehen im Januar auf dem Spielplan und sollen die Live-CD komplettieren. Außerdem wird Geigerin Anne-Sophie Mutter (Foto) für die Deutsche Grammophon erstmals das Violinkonzert von Anton Dvorak einspielen. "Diese Zusammenarbeit beweist eindeutig, dass die hoffnungsvollste Zukunft aus dem Erbe der Vergangenheit erwächst. Die gebündelten Fähigkeiten und die Fachkenntnis von Berliner Philharmonikern und Deutscher Grammophon haben uns unvergleichliche musikalische Schätze gegeben. Wir freuen uns, das Vermächtnis dieser Partnerschaft lebendig zu halten, und sie vor allem mit neuen Aufnahmen fortzuführen", sagt Frank Briegmann, President Universal Music GSA und Deutsche Grammophon. Und Mark Wilkinson, President Deutsche Grammophon, ergänzt: "Die einzigartige Partnerschaft von Deutsche Grammophon und den Berliner Philharmonikern hat über ein Jahrhundert hinweg einen legendären Aufnahmekatalog hervorgebracht und neue Maßstäbe bei Interpretationen gesetzt. Indem wir das Jubiläum mit neuen Einspielungen von drei der heute führenden Künstler begehen, schauen wir nach vorn auf viele weitere Projekte mit diesem unvergleichlichen Orchester." - © Foto: Harald Hoffmann / DG |
Klassik_News_05.04.12 Universal Music gründet neues Label Mercury Classics | | |  |
Die Universal Music Group erweitert ihre Klassiklabelsparte bestehend aus Deutsche Grammophon und Decca um eine dritte Marke: Mit Mercury Classics hat der Major ein neues Label ins Leben gerufen, das frischen Wind ins Genre bringen soll. Mercury soll Künstlern eine Heimat geben, die mit einem "charakteristischen neuen Ansatz an die klassische Musik herangehen", erklärt Universal. Auch die Führungsposition bei Mercury ist bereits besetzt: Alexander Buhr (Foto) fungiert als Managing Director Mercury Classics. In den vergangenen zehn Jahren betreute Buhr bei Deutsche Grammophon Künstler wie Lang Lang, Pierre-Laurent Aimard und Elina Garanca. "Selten waren die Möglichkeiten, neue Wege in der klassischen Musik zu gehen, so groß wie heute", sagt Buhr. "Das Publikum ist neuen Entwicklungen gegenüber offen. Die Grenzen zwischen Genres sind durchlässiger geworden." Künftige Veröffentlichungen von Milos und Tori Amos, zwei Acts, die Buhr zu Deutsche Grammophon brachte, sollen künftig in Zusammenarbeit zwischen DG und Mercury erscheinen. Unter dem heute zu Universal gehörenden Label Mercury erscheinen seit den 40er Jahren Jazz-, Pop-, Folk- und Klassikveröffentlichungen, die sich laut Universal stets durch "Progressivität und Lebendigkeit" auszeichneten. Seine Klassikalben brachte das Label bislang unter der Marke Mercury Living Presence in den Handel. - © Foto: Universal Music |
Klassik_News_20.01.12 ECHO Klassik geht im Oktober in Berlin über die Bühne | | |  |
Die Verleihung des ECHO Klassik 2012 findet am 14. Oktober erneut im Konzerthaus Berlin statt. Damit richtet die Deutsche Phono-Akademie, das Kulturinstitut des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI), die Gala zum dritten Mal in der Berliner Halle aus; 2011 war die Preisverleihung nach elf Jahren erstmals wieder in die Hauptstadt zurückgekehrt. "Wir freuen uns, dass nach der sehr gelungenen Veranstaltung 2011 auch die kommende ECHO-Klassik-Verleihung im Konzerthaus Berlin stattfinden wird", sagt BVMI-Geschäftsführer Dr. Florian Drücke. "Die Zusammenarbeit mit allen Partnern hat hervorragend geklappt und wir sind davon überzeugt, dass auch in diesem Jahr alle Beteiligten wieder dafür sorgen werden, dass sich die Künstler und Gäste vor Ort rundum wohl fühlen und einen beeindruckenden Abend in diesem exklusiven Ambiente erleben werden." Und auch Prof. Dr. Sebastian Nordmann, Intendant des Konzerthauses Berlin, liefert ein Zitat: "Wir fühlen uns geehrt, dem ECHO Klassik auch dieses Jahr einen glanzvollen Rahmen in unserem Haus geben zu dürfen." - © Foto: Jirka Jansch
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Klassik_News_13.01.12 Thomas Quasthoff beendet Gesangskarriere | | |  |
Der weltberühmte deutsche Bassbariton Thomas Quasthoff hat sich entschieden, seinen Abschied von der Konzertbühne zu nehmen und seine Karriere als Sänger zu beenden. Thomas Quasthoff sagt dazu: "Ich habe mich entschlossen, mich nach fast 40 Jahren aus dem Konzertleben zurückzuziehen, weil es mir meine Gesundheit nicht mehr erlaubt, dem Anspruch, den ich immer an mich selber und an die Kunst gestellt habe, gerecht werden zu können. Ich habe dem Beruf sehr viel zu verdanken und gehe ohne Bitterkeit. Im Gegenteil - ich freue mich auf neue Herausforderungen, die es in meinem Leben geben wird. Ich bedanke mich bei allen Musikerkolleginnen und -kollegen, mit denen ich gemeinsam auf der Bühne stehen durfte, bei allen Veranstaltern und bei meinem Publikum für ihre Treue." Die Nachricht von Quasthoffs Rückzug vom Musikerleben publizierte sein Management, Machreich Artist Management. Davon betroffen ist auch die Philharmonie Essen, wo der Sänger am 19. Mai ein Konzert in der Reihe "Sehnsucht Schubert" geben sollte, das nun nicht mehr zustande kommen wird. Diese Grundsatzentscheidung des Künstlers stimme sehr traurig und habe sehr betroffen gemacht, allerdings sei sie mit großem Respekt aufgenommen worden, heißt es von der Philharmonie Essen. Der mit einer schweren Conterganschädigung geborene Thomas Quasthoff zählt zu den profiliertesten klassischen Konzertsängern rund um den Globus. Zudem machte er in den letzten Jahren auch als Jazzsänger von sich reden. Quasthoff wurde für seine Kunst mit zahlreichen Preisen bedacht, darunter mehrmals mit dem Grammy und dem ECHO Klassik, mit dem Europäischen Kulturpreis und dem Herbert-von-Karajan-Musikpreis. Der gebürtige Hildesheimer ist seit 2005 zudem Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes und ist Professor für Gesang an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" in Berlin. - © Foto: Harald Hoffmann / DG |
Klassik_News_07.01.12 Klassik Radio trennt sich von Esther RaffZu Ende, bevor es überhaupt richtig losging: Die Klassik Radio AG hat sich "nach gründlichen Abwägungen" von Esther Raff getrennt. Geplant war, dass die Managerin, die als Geschäftsführerin von der ARD-Tochter AS&S kam, eine neue Vermarktungsfirma für die Augsburger gründen sollte. "Beide Seiten sind zu der Überzeugung gekommen, die geplante Zusammenarbeit zu beenden", heißt es in einer Mitteilung. Nun werden die gesamten Werbeangebote des Senders wieder von der Vertriebstochter Euro Klassik vermarktet. Raff hatte im September ihren Wechsel von AS&S zu Klassik Radio bekannt gegeben. Damals hieß es, dass sie fest davon überzeugt sei, dass "programmliche und werbliche Innovation sowie die zielführende Nutzung neuer Verbreitungswege notwendig sind, um Radio wieder ins Bewusstsein der Werbewirtschaft zu bringen". Welche Gründe hinter der plötzlichen Trennung liegen, wurden nicht bekannt. - © Foto: dpa |
Klassik_News_16.12.11 „Klassik am Odeonsplatz“ mit namhaften Gaststars | | |  |
Eine hochkarätige Besetzung hat auch die zwölfte Ausgabe von „Klassik am Odeonsplatz“ zu bieten. Am 7. Juli 2012 treten die Münchner Philharmoniker unter Leitung des jungen slowakischen Dirigenten Juraj Valcuha auf. Gastsolistin bei Antonin Dvoraks h-Moll-Konzert für Violoncello und Orchester ist die Weltklasse-Cellistin Sol Gabetta (Foto). Zudem werden die Münchner Philharmoniker an diesem Abend Bedrich Smetanas Ouvertüre zur Oper ‘Die verkaufte Braut‘ und Modest Mussorgskis ‘Bilder einer Ausstellung in der Instrumentierung von Maurice Ravel vortragen. Am Sonntag, dem 8. Juli 2012, spielt das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks - nach 2009 zum zweiten Mal auf dem Odeonsplatz unter Leitung von Andris Nelsons. Solisten sind die Sopranistin Kristine Opolais, die bereits 2010 an der Bayerischen Staatsoper als ‘Rusalka‘ für Furore sorgte, und der international gefeierte Bassbariton Erwin Schrott. Es singt der Chor des Bayerischen Rundfunks. Interpretationen von Werken von Giuseppe Verdi, Giacomo Puccini, Pietro Mascagni und Ottorino Respighi sollen dabei italienisches Flair im Herzen der bayerischen Landeshauptstadt verbreiten. Diese „Notte Italiana" bei Klassik am Odeonsplatz überträgt das Bayerische Fernsehen live. Veranstalter von Klassik am Odeonsplatz sind der Bayerische Rundfunk und die Landeshauptstadt München. Seit der Gründung im Millenniums-Jahr 2000 und danach jährlich seit 2002 treten jeweils an einem Wochenende im Juli zwei Top-Orchester Münchens und internationale Klassikstars auf. Der BR, die Stadt München und die für Produktion und Durchführung zuständige Firma Pro Eventspreisen die Veranstaltung als "Münchens schönster Klassik-Open-Air-Event mit bundesweiter Ausstrahlung" an. Klassik am Odeonsplatz sei "ein Garant für klassische Musik auf höchstem Niveau in einzigartiger Atmosphäre zu moderaten Preisen". Die Karten für 2012 kosten zwischen 19 und 73 Euro und sind über die Hotline 0180/ 5 48 18 16, im Internet über München Ticket und an den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Weitere Informationen finden sich auf der Homepage der Veranstaltung. - © Foto: Sony Classical |
Klassik_News_02.12.11 Manfred Eicher und Andreas Scholl für Grammy nominiert | | |  |
Zwei Deutsche sind wieder dabei: Der ECM-Chef Manfred Eicher (Foto) und der Sänger Andreas Scholl sind in verschiedenen Klassikkategorien für eine Auszeichnung bei der Verleihung der Grammys 2012 nominiert. Während sich Eicher als möglicher Klassikproduzent des Jahres ins Grammy-Rennen geht, kann sich Andreas Scholl mit seinem Prucell-Album ‘O Solitude‘ Hoffnungen auf einen der renommierten US-Musikpreise machen. Außerdem mit deutscher Beteiligung auf der Grammy-Liste: Die bei Wergo veröffentlichte Einspielung dreier Sinfonien von Hans Werner Henze mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter der Leitung von Marek Jankowski, sowie drei Produktionen aus dem Hause Deutsche Grammophon, ‘Transformation‘ von Yuja Wang, die vierte Brahms-Sinfonie unter der Leitung von Gustavo Dudamel und Robert Mathes für sein Arrangement eines Songs auf dem Sting-Album ‘Live In Berlin‘. Die Nomierungen wurden in den USA in einer einstündigen TV-Show bekannt gegeben. Die eigentliche Grammys-Show geht am 12. Februar 2012 über die Bühne. - © Foto: ECM Records |
Klassik_News_07.10.11 Berliner Philharmoniker in 3D-Optik | | |  |
Eine Sensation soll es werden, „noch nie gesehene Ansichten“ vermitteln. Davon freilich kann bei dem Film BERLINER PHILHARMONIKER IN SINGAPUR – A MUSICAL JOURNEY IN 3D nicht die Rede sein. Wir sehen im Kino lediglich ein in Singapurs außen spektakulärem, innen konventionellem Esplanade-Musikcenter abgefilmtes Konzert der Berliner Philharmoniker. Simon Rattle dirigiert routiniert auf Sicherheit Mahlers 1. Sinfonie. Und Regisseur Michael Beyer hat dazu, vorwiegend links, fünf Kameras postiert. Mit 3D-Optik. Also fuchteln einem jetzt Posaunenbügel vor der Nase herum, die Hörnergruppe stülpt sich in den Saal, die sechs Reihen erste Geigen staffeln sich plastisch. Doch solche Effekte haben sich schnell abgenutzt. Man erlahmt bei immergleichen Einstellungen, auch wenn im zweiten Teil, zu Rachmaninows ‘Sinfonischen Tänzen‘, beliebig belanglose Postkartenansichten von Singapur dazukommen. Die Zukunft des Konzertfilms wurde hier nicht erfunden, die Philharmoniker wollten die Wellenreiter auf dem 3D-Trend sein, doch eine neue Kinowelt haben sie so nicht betreten. Man sieht vorwiegend mittelalterlichen Menschen bei anstrengender Künstlerarbeit zu und rückt ihnen dabei viel zu nah auf die wild grimassierende Pelle. Aber wie wusste es schon der medienaffine Herbert von Karajan? – „Filmt mir bloß nicht die Fagottisten“. Auch dieses Gebot wurde freilich hier missachtet. Ab 20. Oktober im Kino. Text: Manuel Brug - © Foto: dpa |
Klassik_News_30.09.11 ECHO Klassik-Laudatoren bestätigt | | |  |
Anlässlich der Verleihung des ECHO Klassik 2011 am 2. Oktober in Berlin haben sich große Namen angekündigt: Eiskunstläuferin Katarina Witt, Designer Wolfgang Joop und Star-Dirigent Daniel Barenboim werden Moderator Thomas Gottschalk als Laudatoren unterstützen. Neben Gästen wie Ursula Karven, Bruno Eyron und Adel Tawil werden weitere prominente Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien im Konzerthaus Berlin erwartet. Das ZDF überträgt die Veranstaltung am selben Abend ab 22:00 Uhr unter dem Titel „ECHO der Stars“. Am kommenden Sonntag verwandelt sich Berlin in die Hauptstadt der Klassik. 42 nationale und internationale Stars und Talente der Klassik, Ensembles und Orchester erhalten im Konzerthaus Berlin den ECHO Klassik 2011. Moderator Thomas Gottschalk und Prof. Dieter Gorny, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Musikindustrie e. V. werden die Trophäen überreichen. Sie erhalten dabei tatkräftige und prominente Unterstützung. Eiskunstläuferin und Olympiasiegerin Katarina Witt wird die Leistungen von Thomas Hampson, dem „Sänger des Jahres“, würdigen. Vilde Frang erhält die Auszeichnung als „Nachwuchskünstlerin des Jahres“ von Modeschöpfer Wolfgang Joop. Der Generalmusikdirektor der Staatsoper Unter den Linden, Daniel Barenboim, ehrt seinen langjährigen Freund und Kollegen Zubin Mehta für sein Lebenswerk. Im Rahmen der Preisverleihung werden Simone Kermes, Thomas Hampson, Spark, Vittorio Grigolo, Bejun Mehta, Vilde Frang, Yuja Wang, Zubin Mehta, José Antonio Abreu und Rolando Villazón auftreten. Im Anschluss an die Verleihung lassen rund 850 geladene Gäste den Abend bei der ECHO Klassik-Night ausklingen. Da das ZDF kurzfristig noch technische Sperrungen freigegeben hat, können erneut Karten für die seit Monaten ausverkaufte Veranstaltung in den Kartenvorverkauf gegeben werden. Die Tickets sind über die Tickethotline 030 203 09 2101 oder beim Besucherservice des Konzerthaus Berlin, Gendarmenmarkt, 10117 Berlin-Mitte erhältlich. Weitere Informationen zur Verleihung und den Preisträgern finden Sie auf der Website www.echoklassik.de. - © Foto: dpa |
Klassik_News_16.09.11 Meister der Kontemplation: Ludovico Einaudi | | |  |
Ludovico Einaudi ist ein Meister der Entschleunigung. Seine Musik schöpft aus der Kraft des Minimalen, reduziert auf das Wesentliche einer künstlerischen Aussage. Das macht den Pianisten, Komponisten und Spross einer der einflussreichsten Familien Italiens zu einem Seismographen klangkultureller Befindlichkeiten, der mit dem Streben nach Klarheit und emotionaler Bedeutsamkeit bereits den Nerv vieler Zeitgenossen getroffen hat. Seit seinem Durchbruch (1996) zählt Ludovico Einaudi zu den Stars des kontemplativen Segments, hat rund 750 000 Alben verkauft und ist ein weltweit gern gesehener Gast auf den Bühnen renommierter Konzerthäuser wie der Londoner Royal Albert Hall oder dem Kennedy Center in Washington. Im Herbst kommt er nach Deutschland. - © Foto: dpa Konzerttermine: 16.11. – Köln, Philharmonie 23.11. – Zürich, Neumünster 02.12. – Wien, Konzerthaus 03.12. – München, Herkulessaal 04.12. – Halle, Oper 07.12. – Hannover, Markuskirche 08.12. – Heidelberg, Heilig Geist Kirche |
Klassik_News_03.09.11 "Deutsche Grammophon" ist wieder in Berlin | | |  |
Das renommierte Klassik-Label Deutsche Grammophon hat seinen Firmensitz wieder in Berlin. Am Freitagabend feierten rund 400 Gäste die Rückkehr des Unternehmens, das mehr als 50 Jahre in Hamburg ansässig war. Künftig arbeiten die rund 45 Mitarbeiter im Gebäude der Konzernmutter Universal in Berlin-Friedrichshain. Auch Universal war im Sommer 2002 mit seiner Deutschland-Zentrale von Hamburg an die Spree gezogen. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und Universal-Chef Frank Briegmann verwiesen am Freitag auf die lange Tradition der Deutschen Grammophon. Das Unternehmen wurde 1898 von den Brüdern Emil und Josef Berliner in Hannover gegründet. 1917 erfolgte der Umzug nach Berlin, ehe der Hauptsitz im Jahr 1956 nach Hamburg verlegt wurde. Das Label veröffentlichte Aufnahmen großer Stars wie Claudio Abbado, Leonard Bernstein, Enrico Caruso, Dietrich Fischer-Dieskau und Herbert von Karajan, der allein 330 Aufnahmen einspielte. Wowereit lobte die Ansiedlungen der Kreativ-Branche in Berlin und kritisierte die Proteste gegen das Projekt Mediaspree: "Hier wird nicht jemand verdrängt, hier war nichts." - © Foto: dpa |
Klassik_News_19.08.11 ECHO Klassik für Lang Lang und José Antonio AbreuDer Bundesverband Musikindustrie hat die Gewinner in zwei weiteren ECHO-Klassik-Kategorien bekannt gegeben: Zum Bestseller des Jahres kürt der Verband den chinesischen Pianisten Lang Lang (Foto). Ausschlaggebend für die Auszeichnung war seine Veröffentlichung ‘Live In Vienna‘. José Antonio Abreu, Gründer der venezolanischen Jugendorchester, erhält einen Sonderpreis für sein soziales Engagement. Bis auf den Sonderpreis der Jury für Nachwuchsförderung im Bereich der Klassik stehen damit alle Preisträger fest. Die 18. Verleihung des vom Bundesverband Musikindustrie und der Deutschen Phono-Akademie ausgerichteten ECHO Klassik geht am 2. Oktober im Konzerthaus Berlin am Gendarmenmarkt über die Bühne. Als Moderator ist erneut Thomas Gottschalk mit an Bord. Das ZDF überträgt die Gala noch am selben Abend ab 22.00 Uhr unter dem Motto "Echo der Stars". - © Foto: Detlef Schneider |
Klassik_News_29.07.11 Sieger des ECHO Klassik benannt | | |  |
Die Sieger des ECHO Klassik 2011 stehen fest: Die aus Leipzig stammende Sopranistin Simone Kermes (Foto) und der US-amerikanische Bariton Thomas Hampson erhalten dabei die Auszeichnungen für die Sänger des Jahres. Neben etablierten Preisträgern von Murray Perahia als Pianist des Jahres über die Mezzosopranistin Cecilia Bartoli mit der besten DVD-Produktion des Jahres bis hin zu den Cellisten Truls Mork und Sol Gabetta rücken die ECHO-Macher dabei in diesem Jahr vor allem den Nachwuchs in den Fokus: Gleich neun Newcomer erhalten hier einen ECHO, darunter der Cellist Maximilian Hornung, der Klarinettist Sebastian Manz, die Pianistin Anna Vinnitskaya oder die Violinistin Vilde Frang. Der Jury-Entscheid zu dieser Preisvielfalt beweise, "dass es eine Vielzahl gefragter Talente gibt, deren Zukunft es zu fördern gilt", wie es aus Berlin heißt. Insgesamt kürte die elfköpfige Jury nach einer sechswöchigen Nominierungsphase 58 Preisträger in 21 Kategorien. Das Spektrum der Sieger reicht dabei vom Gitarristen Frank Bungarten über die Sänger Diana Damrau und René Pape, die Violinistin Lisa Batiashvili, den Dirigenten Andris Nelsons und Geigerin Hilary Hahn bis hin zu Teodoro Anzellotti, der für seine Version von Bachs ‘Goldberg Variationen‘ auf dem Akkordeon geehrt wird. In den kommenden Wochen wollen die Organisatoren zudem noch die Preisträger in den Kategorien "Bestseller des Jahres" und "Lebenswerk" verkünden. - © Foto: Moritz Schell |
Klassik_News_10.06.11 Anna Netrebko bleibt Deutsche Grammophon treu | | |  |
Starsopranistin Anna Netrebko bleibt dem Universal Music-Label Deutsche Grammophon treu. Nun unterschrieb die Russin mit österreichischer Staatsbürgerschaft einen neuen, langfristigen Vertrag, der Audio- und Videoaufnahmen umfasst. Michael Lang, Präsident von Deutsche Grammophon, sagte: "Unsere künstlerische Partnerschaft mit Anna hat außerordentlich inspirierte, schöne und hochklassige Aufnahmen hervorgebracht. Wir sind begeistert, diese Arbeit mit einer so fantastischen Künstlerin fortsetzen zu können." Ihren Erfolg startete die 39-Jährige vor acht Jahren mit ihrem Debütalbum ‘Opera Arias‘. Ihr größter Erfolg in Deutschland auf Tonträger war Giuseppe Verdis ‘La Traviata‘ - die Aufnahme zusammen mit Rolando Villazón erreichte im Jahr 2006 Platinstatus. Bei der Unterzeichnung der neuen Übereinkunft betonte Anna Netrebko: "Ich bin glücklich, meine Zusammenarbeit mit der Deutschen Grammophon fortzusetzen - sie gehört zu den schönsten Erfahrungen meiner Laufbahn. Wir haben viele faszinierende neue Ideen - und ich freue mich schon auf die kommenden neuen Aufnahmen." - © Foto: Felix Broede |
Klassik_News_27.05.11 Rekordandrang beim ECHO Klassik 2011 | | |  |
64 Labels reichten beim Bundesverband Musikindustrie und der Deutschen Phono-Akademie gleich 300 Produktionen für eine Auszeichnung mit dem ECHO Klassik 2011 ein; so viele wie nie zuvor. Im vergangenen Jahr hatte die Beteiligung bei dieser Veranstaltung mit 248 Tonträgern von 59 Firmen ihren bisherigen Rekordwert erreicht. "Während der Nominierungsphase hat sich schon abgezeichnet, dass die Anzahl der eingereichten Produkte die der Vorjahre bei Weitem übersteigen wird. Dass es in diesem Jahr so viele sind zeigt, dass der Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad des Preises noch weiter gestiegen sind - oder dass im letzten Jahr außerordentlich viele Produktionen von anerkannten Journalisten als herausragend eingestuft wurden. Denn an dieser Nominierungsvoraussetzung halten wir nach wie vor fest", sagt Dr. Florian Drücke, Geschäftsführer des Bundesverbandes Musikindustrie. "Wir freuen uns auf jeden Fall über das große Interesse und die vielen Einsendungen und sind gespannt, welche Künstler die Jury für besonders auszeichnungswürdig hält." Unter den Nominierten finden sich Künstler wie Plácido Domingo, Sir Simon Rattle, Vittorio Grigolo, David Fray (s. Foto), Nuria Rial oder Kent Nagano. Nun entscheidet eine elfköpfige Jury über die Sieger des ECHO Klassik 2011. Der Kartenvorverkauf für die Preisgala soll am 1. Juni beginnen. - © Foto: dpa |
Klassik_News_13.05.11 Nico Hofmann verfilmt Cosima Wagners Leben | | |  |
Teamworx hat die Verfilmungsrechte an Oliver Hilmes Biographie ‘Herrin des Hügels - Das Leben der Cosima Wagner‘ erworben. Ginge es nach Teamworx-Chef Nico Hofmann, würde Maria Furtwängler die Hauptrolle in der Verfilmung des vielschichtigen Lebens von Richard Wagners späterer Ehefrau übernehmen. "Nach dem großen Erfolg unserer biografischen Event-Verfilmung 'Schickalsjahre' nach dem Bestseller von Uwe-Karsten Heye wünsche ich mir 'Herrin des Hügels' als Nachfolgeprojekt für Maria Furtwängler mit dem ZDF. Hier stehen wir im Gespräch", so Hofmann. Cosima Wagner (1837 - 1930), Tochter des Komponisten Franz Liszt, war in zweiter Ehe mit Richard Wagner verheiratet und nach seinem Tod als Festspielleiterin die zentrale Figur auf dem Grünen Hügel in Bayreuth. "Es ist für mich faszinierend, die Wagnersche Familiendynastie über die hochambivalente Hauptfigur der Cosima Wagner zu erzählen - selten stand ein Frauenschicksal derart exemplarisch für eine ganze Epoche", urteilt Nico Hofmann über den Stoff. - © Foto: Jacob Hilsdorf |
Klassik_News_06.05.11 Netrebko und Schrott erweitern Zusammenarbeit mit DEAG Classics | | |  |
Die DEAG Classics AG, eine Tochtergesellschaft von DEAG sowie Sony Music Classical, und die Sängerin Anna Netrebko und ihr Ehemann Erwin Schrott weiten ihre Kooperation aus. So stehen sie am 2. Juli 2011 erstmals für ein gemeinsames Duokonzert in Deutschland auf einer Bühne. An dem Tag tritt das Ehepaar in der Philharmonie Köln auf. 2012 stehen darüber hinaus eine Tournee durch Konzertsäle Deutschlands sowie Open-Air-Konzerte in Deutschland und Konzertevents im europäischen Ausland auf dem Programm. Prof. Peter Schwenkow, CEO der DEAG, freut sich sehr, dass das Unternehmen mit Anna Netrebko und Erwin Schrott die erfolgreiche Zusammenarbeit auch 2012 fortsetzen könne. "Dies unterstreicht die herausragende Position von DEAG Classics in der europäischen Klassik und die langfristige, enge Künstlerbindung." Für die Klassikevents mit Netrebko, Schrott und Jonas Kaufmann im Jahr 2011 auf dem Münchner Königsplatz (29. Juli), in der Wiener Stadthalle (6. August) und in der Berliner Waldbühne (16. August) hat DEAG bereits über 30.000 Karten verkauft. Dort begleiten die Prager Philharmoniker unter der Leitung des italienischen Dirigenten Marco Armiliato das Trio. - © Foto: DEAG |
Klassik_News_01.04.11 Gottschalk bleibt Moderator beim ECHO Klassik | | |  |
Die 18. Verleihung des ECHO-Klassikpreises findet am 2. Oktober im Großen Saal des Berliner Konzerthauses am Gendarmenmarkt statt und wird noch am selben Abend ab 22 Uhr im ZDF übertragen. Moderator: Thomas Gottschalk. "Wir freuen uns, dass Thomas Gottschalk nach dem hervorragenden Debüt in der Philharmonie Essen auch in diesem Jahr als Gastgeber durch das Konzert- und Galaprogramm der Verleihung führen wird", sagt Dr. Florian Drücke, Geschäftsführer des Bundesverbandes Musikindustrie. "Er wird mit Sicherheit dafür sorgen, dass die Preisträger und Gäste der Gala einen unvergesslichen Abend erleben dürfen." In den Büroräumen träfen inzwischen täglich neue Kisten und Kartons mit Nominierungen ein, von großen und kleinen Labels aus Deutschland, aber auch aus ganz Europa, berichtet Drücke weiter. "Das Interesse der Branche ist enorm und es ist toll zu sehen, wie begehrt der ECHO Klassik ist", so Drücke weiter. Die Nominierungsphase läuft noch bis zum 15. April. Die diesjährige Preisverleihung ist zugleich der Einstand des neuen Musikdirektors und Chefdirigenten des Berliner Konzerthausorchesters, Iván Fischer. Das Engagement des ungarischen Dirigenten, der bei Hans Swarowsky in Wien studierte, beginnt mit der Saison 2012/2013. Am 2. Oktober wird der 60-Jährige zusammen mit dem renommierten Konzerthausorchester den Gala-Abend begleiten. - © Foto: dpa |
Klassik_News_25.03.11 GEMA ehrt Hans Werner Henze fürs LebenswerkDer Komponist Hans Werner Henze erhält beim Deutschen Musikautorenpreis der GEMA am 14. April eine Ehrung für sein Lebenswerk. Das gab GEMA-Vorstandsvorsitzender Dr. Harald Heker bei der Jahrespressekonferenz der GEMA bekannt. Wegen einer politischen Großveranstaltung, die unter anderem zu einer Sperrung des Pariser Platzes in Berlin führt, musste die GEMA den Austragungsort für den Preis verlegen. Die Veranstaltung geht nun im Hotel The Ritz Carlton am Potsdamer Platz über die Bühne. Die Sieger in den übrigen neun Kategorien werden erst bei der Gala am 14. April öffentlich gemacht. Den Vorsitz des Jurygremiums hat die Liedermacherin Ulla Meinecke übernommen. Als Schirmherr des Musikautorenpreises ist erneut Staatsminister Bernd Neumann mit an Bord, und auch am Moderator wird festgehalten: Dieter Moor führt bereits zum dritten Mal durch die Veranstaltung.- © Foto: Peter Andersen/Schott Promotion) |
Klassik_News_18.03.11 ‘Vier Jahreszeiten‘ live - Nigel Kennedy | | |  |
Nigel Kennedy kommt im November auf eine Deutschlandtour mit 22 Konzerten. Der englische Stargeiger führt dabei mit dem Orchestra Of Life Antonio Vivaldis Zyklus ‘Vier Jahreszeiten‘ sowie seine Eigenkomposition ‘Four Elements‘ auf. Die Tournee beginnt am 1. November im Gewandhaus in Leipzig und endet am 30. November mit einem Gastspiel in der Alten Oper in Frankfurt am Main. Der Vorverkauf läuft. Der Violinvirtuose schrieb mit seiner 1989 veröffentlichten Einspielung der ‘Vier Jahreszeiten‘ von Vivaldi mit dem English Chamber Orchestra Musikgeschichte: Sie gilt mit über drei Millionen verkauften Exemplaren weltweit als meistverkauftes Klassikalbum aller Zeiten. Neben klassischen Werken gehören indes auch Rockstücke, Jazz und Klezmer zum Repertoire des Musikers, der sich selber als Grenzgänger zwischen den Musikstilen versteht. - © Foto: Rankin Konzerttermine: 01.11.2011 - Leipzig - Gewandhaus 02.11.2011 - Stuttgart - Liederhalle 03.11.2011 - München - Philharmonie 05.11.2011 - Freiburg - Konzerthaus 06.11.2011 - Hannover - Kuppelsaal 08.11.2011 - Düsseldorf - Tonhalle 09.11.2011 - Bielefeld - Oetkerhalle 10.11.2011 - Hamburg - Laeiszhalle 12.11.2011 - Nürnberg - Meistersingerhalle 13.11.2011 - Berlin - Philharmonie 14.11.2011 - Dresden - Kulturpalast 16.11.2011 - Dortmund - Konzerthaus 17.11.2011 - Regensburg - Audimax 18.11.2011 - Baden-Baden - Festspielhaus 20.11.2011 - Mannheim - Rosengarten 21.11.2011 - Aachen - Eurogress 23.11.2011 - Bremen - Die Glocke 24.11.2011 - Köln - Philharmonie 26.11.2011 - Kassel - Stadthalle 28.11.2011 - Essen - Philharmonie 29.11.2011 - Saarbrücken - Saarlandhalle 30.11.2011 - Frankfurt/M. - Alte Oper |
Klassik_News_11.03.11 Nominierungsvorschläge für ECHO Klassik | | |  |
Der sechswöchige Nominierungszeitraum für den ECHO Klassik beginnt: Vom 11. März bis einschließlich zum 15. April können Tonträgerhersteller ihre Produktionen bei der Deutschen Phono-Akademie, dem Kulturinstitut des Bundesverbandes Musikindustrie, einreichen. Plattenfirmen, deren Produkte auf dem deutschen Markt vertrieben werden, dürfen beliebig viele klassische Neuveröffentlichungen für eine Auszeichnung vorschlagen. Als Kandidaten für eine Auszeichnung mit dem ECHO Klassik zugelassen sind Veröffentlichung zwischen Anfang Januar 2010 und dem 31. März 2011; gefordert werden zudem "zwei herausragende Rezensionen des Tonträgers". Bereits im Vorjahr nominierte Produkte dürfen nicht erneut vorgeschlagen werden. Mit dem ECHO Klassik ehrt die Deutsche Phono-Akademie die besten Veröffentlichungen des vergangenen Klassikjahres. Ermittelt werden die Preisträger von einer elfköpfigen Jury, die sich aus herausragenden Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Medien, der ZDF-Musikredaktion und dem Arbeitskreis Klassik des Bundesverbandes Musikindustrie zusammensetzt. Die 18. Verleihung des ECHO Klassik geht am 2. Oktober im Berliner Konzerthaus über die Bühne. Damit kommt die von der Deutschen Phono-Akademie organisierte Preisverleihung nach elf Jahren erstmals wieder in die Hauptstadt. - © Foto (Annette Dasch): dpa |
Klassik_News_11.02.11 Stardirigent stürztDer italienische Stardirigent Ricardo Muti war bei einer Probe des Symphonieorchesters von Chicago am Donnerstag ohnmächtig geworden. Er stürzte und brach sich den Kiefer. Am Montag wurde der 69-Jährige operiert. Die Operation sei sehr gut verlaufen, erklärte der Chirurg Alexis Olsson vom Chicagoer Northwestern Memorial Hospital. Er gehe davon aus, dass Muti vollständig genesen werde. Es war bereits das zweite Mal, dass Muti in seiner Zeit als Musikdirektor des renommierten Symphonieorchesters von Chicago krankheitsbedingt ausfiel. Vergangenen Oktober ließ er sich wegen schwerer Bauchschmerzen nach Mailand fliegen, um sich dort untersuchen zu lassen. Die Ärzte führten seine gesundheitlichen Probleme damals auf einen akuten Erschöpfungszustand zurück. - © Foto: dpa |
Klassik_News_28.01.11 ECHO Klassik kehrt nach Berlin zurückDie 18. Verleihung des ECHO Klassik geht am 2. Oktober im Berliner Konzerthaus über die Bühne. Damit kommt die von der Deutschen Phono-Akademie organisierte Preisverleihung nach elf Jahren erstmals wieder in die Hauptstadt. "Wir freuen uns, dass wir in diesem Jahr neben dem Deutschen Musikpreis ECHO auch den ECHO Klassik in der Hauptstadt feiern können", erklärt Daniel Knöll, Projektleiter Echo Klassik beim Bundesverband Musikindustrie. "Gemeinsam mit dem ZDF ist es uns eine große Ehre, den Klassik-Preis in diesem traditionsreichen Haus erwachsen werden zu lassen." Und Prof. Dr. Sebastian Nordmann, Intendant des Konzerthauses Berlin, ergänzt: "Ob Nachwuchskünstler, Stardirigenten oder gefeierte Solisten - das Konzerthaus Berlin unter der Leitung des renommierten Dirigenten Ivan Fischer freut sich auf alle Preisträger. Wir fühlen uns geehrt, der Preisverleihung ein glanzvolles Ambiente bereiten zu dürfen." - © Foto: Jirka Jansch |
Klassik_News_21.01.11 Wagners schätzen Liszt zu gering | | |  |
Nike Wagner, Weimarer Kunstfest-Chefin und Ururenkelin von Franz Liszt, wirft ihrer Familie in Bayreuth vor, das Werk des ungarischen Komponisten zu wenig zu achten. "Leider müssen wir für die Gegenwart feststellen: die Wagner-Urenkelinnen, die derzeit die Leitung der Bayreuther Festspiele innehaben, wollen die Bringschuld der Familie Wagner gegenüber Liszt nicht verringern", sagte Nike Wagner. Die 65-Jährige bedauert, dass das große Geburtstagskonzert für Liszt nicht im Bayreuther Festspielhaus stattfindet. 2011 wird der 200. Geburtstag und der 125. Todestag des Musik-Visionärs begangen. Wagner sagte über das Verhältnis vieler Wagners zu Liszt: "Ein düsteres Kapitel. Liszts Musik wurde und wird gering geschätzt bei den Wagners, nur die Familienrebellen Friedelind und Gottfried Wagner setzten sich immer für den grandiosen Verwandten ein." Diese Vernachlässigung habe Tradition. "Sie rührt vom komplizierten Verhältnis der Liszt-Tochter Cosima her, die den Freund und Helfer des Vaters, Richard Wagner, geheiratet hatte und nun einen Kult um den größeren Komponisten betrieb. Neben Wagner durfte kein anderer existieren", kritisiert Nike Wagner. - © Foto: dpa |
Klassik_News_14.01.11 Wim Wenders soll ‘Ring des Nibelungen‘ inszenierenWim Wenders gehört zu den bekanntesten Filmregisseuren Deutschlands Er drehte unter anderem den ‘Buena Vista Social Club‘ und bekam bereits zahlreiche Preise. Wie Katharina Wagner bestätigte, gebe es mit dem 65-Jährigen bereits entsprechende Verhandlungen. Die Leiterin der Bayreuther Festspiele ist überzeugt, dass es zu einer Einigung kommen werde, „wenngleich noch nicht alle Punkte geklärt sind.“ Katharina Wagner sagte, sie habe den Regisseur als „einen an Theater und Oper hochinteressierten und gebildeten Menschen“ erlebt. „Einen weltberühmten, dabei intelligenten und erfahrenen, also seriösen Quereinsteiger mit interessanten Ideen zu Wagner zu finden, das war unser Traum“, betonte die Festspielleiterin. ‘Der Ring des Nibelungen‘ wird seit 1876 bei den Bayreuther Festspielen aufgeführt. Es gilt als Hauptwerk Wagners. - © Foto: dpa |
Klassik_News_07.01.11 Sieger der Klassik-Jahrescharts 2010David Garrett steht mit seinem bereits 2009 veröffentlichten Album ‘Classic Romance‘ (DEAG/Warner) an der Spitze der offiziellen deutschen Klassik-Jahrescharts. Der deutsch-amerikanische Stargeiger krönt damit ein Erfolgsjahr mit stetiger Chartspräsenz, ausverkauften Konzerten und Auszeichnungen wie Echo Klassik und Goldener Kamera. Die übrigen Podestplätze in der Jahreswertung der Klassikalben von media control belegen die Gesangsprimadonnen Anna Netrebko mit ‚‘Anna – The Best Of‘ und Cecilia Bartoli mit ‘Sacrificium‘ (beide: Universal Classics). Das Crossover-Duo Marshall & Alexander belegt mit ‘Paradisum – Die Top 10 des Himmels II‘ Platz vier (Edel). Die Top Five komplettiert der italienische Tenor Andrea Bocelli mit ‘My Christmas‘(Universal Classics). – © Foto: DEAG |
Klassik_News_22.12.10 Dresdner Silvesterkonzert | | |  |
Die Deutsche Grammophon will eine neue Silvestertradition ins Leben rufen. Am 7. Januar erscheint als erste Veröffentlichung einer langfristigen Zusammenarbeit mit dem ZDF eine Liveaufnahme des Silvesterkonzerts mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden unter der Leitung von Christian Thielemann. Das Konzert strahlt das Zweite am 31. Dezember um 17.30 Uhr aus. Unitel Classica ist für die Auswertung auf DVD ebenfalls langfristig mit an Bord und bringt das Konzert am 14. Januar in den Handel. Auf dem Programm stehen in diesem Jahr Highlights aus der ‘Lustigen Witwe‘ von Franz Léhar mit der amerikanischen Sopranistin Renée Fleming und dem britischen Bassbariton Christopher Maltman. Auch künftig liegt der Schwerpunkt dieses Konzerts auf dem Operettenfach. Michael Lang, Präsident der Deutschen Grammophon, sagt: „Das außergewöhnliche musikalische Ereignis aus Dresdens herrlichem Opernhaus ist das ideale Konzert, um das neue Jahr einzuläuten. Wir freuen uns, dass wir dieses Galakonzert mit Ausschnitten aus der 'Lustigen Witwe' sowohl auf CD als auch auf DVD veröffentlichen und damit zur Unterhaltung von Musikliebhabern auf der ganzen Welt beitragen können - als Beginn einer neuen, jährlichen Kooperation mit Christian Thielemann, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, Unitel Classica und dem ZDF." – Foto: dpa |
Klassik_News_01.12.10 Star-Tenor Peter Hofmann gestorben | | |  |
Der ehemalige Star-Tenor und Crossovermusiker Peter Hofmann ist im Alter von 66 Jahren gestorben. Das bestätigte sein Bruder Fritz Hofmann der Nachrichtenagentur dapd. Der Künstler sei nicht an seiner langjährigen Parkinson-Erkrankung, sondern an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben. „Ich denke, es war eine Erlösung für ihn", sagte Fritz Hofmann. Seinen Angaben zufolge starb sein Bruder in einem Krankenhaus im bayerischen Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge, wo er zuletzt gelebt hatte. Hofmann, der am 22. August 1944 im böhmischen Marienbad geboren wurde, feierte als Wagner-Tenor Triumphe. Bei den Bayreuther Festspielen 1976 gab er den Siegmund in der legendären ‘Ring‘- Inszenierung von Patrice Chéreau. Gleichzeitig ging der 32-Jährige als jüngster Parsifal in die Festspielgeschichte ein. Am Grünen Hügel sang Hofmann auch den Lohengrin, den Tristan und den Walther von Stolzing in den ‘Meistersingern von Nürnberg‘. Hofmann wagte aber auch den Spagat zwischen klassischer und populärer Musik. 1990/91 begeisterte er in der Titelrolle des Musicals ‘Phantom der Oper‘ in Hamburg. 1999 machte er seine Parkinson-Erkrankung öffentlich, 2004 gab er das Ende seiner Karriere bekannt. Zuletzt lebte er zurückgezogen in einer Gemeinde nahe Bayreuth. Er hinterlässt seine Ehefrau, die er im März 2007 geheiratet hatte, und eine kleine Tochter. Aus erster Ehe stammen zwei Söhne. „Er ist ganz friedlich eingeschlafen", sagte der Freund der Familie. Allerdings habe niemand mit seinem Tod gerechnet. – Foto: dpa |
Klassik_News_05.11.10 Daniel Barenboim schließt Vertrag mit Deutsche Grammophon und Decca Classics | | |  |
Der Londoner Times zufolge ist Daniel Barenboim, der musikalische Direktor der Berliner Staatsoper und der Staatskapelle Berlin sowie Maestro Scaligero der Mailänder Scala – zu dessen Projekten eine Ring-Produktion an beiden Häusern zählt – „einer der wenigen Musiker unserer Tage, die man mit Fug und Recht legendär nennen kann.“ Die Projektplanungen reichen über das Jahr 2012 hinaus, in dem der Künstler seinen 70. Geburtstag feiert. Die ersten Veröffentlichungen auf Deutsche Grammophon – Anfang 2011, anlässlich seines Podiumdebüts vor 60 Jahren – gelten Chopin: ein in Warschau aufgenommenes Solo-Recital sowie die beiden Klavierkonzerte mit Barenboim und der Staatskapelle Berlin unter Leitung von Andris Nelsons. 2011 feiern wir auch den 200. Geburtstag von Franz Liszt, und Deutsche Grammophon wird Barenboims erste Aufnahme der beiden Konzerte herausbringen mit der Staatskapelle Berlin unter der Leitung von Pierre Boulez. Hinzu kommen Solo-Klavierwerke, darunter Stücke, mit deren Einspielung Maestro Barenboim debütiert. Michael Lang, President, Deutsche Grammophon, und Paul Moseley, General Manager, Decca Classics, werden die Arbeit ihrer jeweiligen Labels mit Barenboim leiten und die ersten Aufnahmen unter dem neuen Vertrag vorbereiten. Deutsche Grammophon knüpft dabei an eine Zusammenarbeit mit dem Künstler an, aus der bereits Maßstäbe setzende Aufnahmen hervorgegangen sind: Solowerke von Beethoven, Chopin und Mendelssohn sowie Orchesterwerke von Bruckner, Debussy und Ravel. Für Decca Classics und Maestro Barenboim hingegen beginnt ein neues und aufregendes Kapitel des gemeinsamen Wirkens. Hierin verwirklicht sich einmal mehr der Anspruch, die Arbeit als internationales Klassik-Label auszuweiten. Neue Perspektiven der klassischen Musik werden aufgezeigt in Daniel Barenboims zukünftiger Zusammenarbeit mit dem Konzern in innovativen Projekten unter der Leitung von Florence Siebert, Vizepräsidentin, Business Development, Classical, für Universal Music Group International. Im Bild zu sehen v.l.n.r.: Frank Briegmann, Daniel Barenboim, Max Hole. – Foto: Universal Music |
Klassik_News_22.10.10 ECHO Klassik erreicht Rekordpublikum | | |  |
Die Ausstrahlung des ECHO Klassik im ZDF lockte insgesamt 2,33 Millionen Zuschauer vor die Fernseher - ein neuer Rekordwert für die Gala. Bislang setzte die Übertragung aus dem Jahr 2007 die Bestmarke, als 2,15 Millionen Zuseher den "Echo der Stars" verfolgten. Die Quote lag in diesem Jahr bei 10,8 Prozent. Der Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen erreichte 4,2 Prozent. Moderator und Klassikliebhaber Thomas Gottschalk führte zum ersten Mal durch den Abend, und seiner Stellung als wichtigster Showmaster des ZDF ist es wohl zu verdanken, dass er auch diesmal überziehen durfte: Gleich 25 Minuten dauerte die Gala länger als geplant und sorgte damit für fast zwei Stunden Klassikpräsenz am Sonntagabend im ZDF. "Wir sind sehr zufrieden mit diesem hervorragenden Ergebnis und danken unserem langjährigen Fernsehpartner ZDF, Herrn Gottschalk für die professionelle Moderation, allen Preisträgern und dem wundervollen Publikum in der Philharmonie Essen und an den Bildschirmen zu Hause. Der diesjährige Quotenrekord sowie der Zuspruch aller anwesenden Preisträger und Künstler untermauern die Bedeutung des Echo Klassik als einen der wichtigsten Musikpreise der Welt," sagt Daniel Knöll, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Bundesverbands Musikindustrie. Die Gala zum Echo Klassik fand in der ausverkauften Philharmonie Essen statt unter anderem mit Sting (Foto), dem Geiger David Garrett, dem Pianisten Lang Lang, den Pianistinnen Olga Scheps, Alice Sara Ott und Hélène Grimaud sowie den Sängern Joyce DiDonato, Jonas Kaufmann (Foto), Angelika Kirchschlager und Christiane Karg. Zu den Laudatoren zählten der ehemalige Außenminister Hans-Dietrich Genscher und der Comedian Michael Kessler. – Foto: Monique Wüstenhagen |
Klassik_News_15.10.10 Die Deutsche Grammophon zieht nach Berlin | | |  |
Die Deutsche Grammophon, das weltweit führende Label für klassische Musik, verlegt ihren Sitz von Hamburg nach Berlin. Damit folgt sie ihrem Mutterkonzern, der diesen Schritt bereits vor acht Jahren unternahm. Die Deutsche Grammophon wird ihre Arbeit zukünftig unter dem Dach der Universal Music Deutschland-Zentrale am Berliner Osthafen als eigenständiges Label fortsetzen. Der Umzug erfolgt im Sommer 2011. Das gab Frank Briegmann, President Universal Music Deutschland, Österreich, Schweiz und Deutsche Grammophon, zusammen mit President Deutsche Grammophon Michael Lang am Donnerstag bekannt. „In der über 100-jährigen Geschichte der Deutschen Grammophon gehört die richtige Balance zwischen Innovation und Tradition zu den Schlüsselfaktoren des langanhaltenden Erfolgs. Die Qualität von Künstlern wie Anne-Sophie Mutter, Hélène Grimaud und Hilary Hahn – ebenso von den neu unter Vertrag genommenen Künstlern wie Alice Sara Ott, Miloš Karadaglic und Mojca Erdmann – und von deren Einspielungen wird immer das Herzstück des Labels sein“, erklärte Frank Briegmann, der Universal Music Deutschland seit sechs Jahren führt und im Juli 2010 zusätzlich die Verantwortung für Österreich, die Schweiz und das weltweite Geschäft der Deutschen Grammophon übernommen hat. „Mit dem Umzug der Deutschen Grammophon nach Berlin schaffen wir die organisatorischen Voraussetzungen für eine noch engere Zusammenarbeit innerhalb des Unternehmens und sichern damit den zukünftigen Erfolg des größten, traditionsreichsten und renommiertesten Klassik-Labels der Welt. „ Frank Briegmann führt weiter aus: „Zielgruppen formieren sich allerdings neu. Innovative Strategien bei Vermarktung und Vertrieb gewinnen an Bedeutung und Künstler eines neuen Typs erfordern neues Denken und Handeln. So singt z.B. Pop-Superstar Sting in Begleitung des London Symphony Orchestra, der in der Klassik verwurzelte Stargeiger David Garrett veröffentlich ‘Rock Symphonies‘, Operntenor Rolando Villazón interpretiert mexikanische Volksmusik, und Anna Netrebko ist nicht nur Klassik-Fans ein Begriff.“ Die Deutsche Grammophon wurde 1898 von den Brüdern Emil und Josef Berliner in Hannover gegründet und ist damit die älteste Wurzel der Universal Music Group. Sie residierte mehr als 50 Jahre in Hamburg. Das Label ist die unangefochtene Nummer 1 im Klassik-Bereich. Es generiert 80 % seiner Umsätze im Ausland, vor allem in den USA, Japan und Frankreich. Neben der großen künstlerischen Vergangenheit verfügt die Deutsche Grammophon auch über eine bemerkenswerte technische Historie. Angefangen mit Emil Berliner, der einer der Gründer war und als Erfinder der Schallplatte und des Grammophons gilt, war das Unternehmen auch in der Folge immer wieder Innovationsführer und veröffentlichte die erste doppelseitige Schallplatte, produzierte 1913 die erste Gesamtaufnahme eines Orchesterwerks – Ludwig v. Beethovens 5. Sinfonie mit den Berliner Philharmoniker unter Arthur Nikisch –, nahm ab 1946 nur noch auf Magnetbändern auf, startete 1982 die weltweit erste industrielle CD-Produktion, veröffentlichte Laserdiscs und war das erste Klassik Label, das Aufnahmen über einen eigenen Web-Shop im Internet verkaufte. – Foto: Universal Music |
Klassik_News_08.10.10 Absatzsteigerung im Klassiksegment | | |  |
In den zwölf Monaten von Anfang Juli 2009 bis Ende Juni 2010 ist der Absatz mit Tonträgern aus dem Bereich Klassik im Vergleich zu den zwölf Monaten davor um drei Prozent gestiegen. Das meldet der Bundesverband Musikindustrie auf Basis einer Studie von GfK Media Scope im Vorfeld der Verleihung des ECHO Klassik am 17. Oktober in der Philharmonie Essen. Der Verband betont zudem das steigende Klassikinteresse unter den jungen Hörern: Nachdem der Anteil an Klassikkäufern aus der Zielgruppe der 10 - bis 29-Jährigen im ersten Halbjahr 2009 noch bei fünf Prozent lag, stieg der Wert in den ersten sechs Monaten 2010 auf sechs Prozent. Noch deutlicher fiel das Plus in der Gruppe der 40- bis 49-Jährigen aus: Hier stieg der Prozentsatz im selben Zeitraum von 17 auf 22. Als Grund für die positive Entwicklung im Klassikmarkt sieht der Verband „die zahlreichen Gedenktage berühmter Komponisten und Klassikstars", wie es aus Berlin heißt. 2010 erinnert die Musikwelt unter anderem an den 200. Todestag von Fréderic Chopin, den 150. Geburtstag von Gustav Mahler und den 20. Todestag Leonard Bernsteins. Auch werde die Klassik „immer stärker Teil einer neuen Popularkultur", was der Verband durch die Erfolge von Künstlern wie David Garrett, Lang Lang, Alice Sara Ott oder Jonas Kaufmann bestätigt sieht. – Foto: Sony Classical |
Klassik_News_01.10.10 Kurt Masur erhält ECHO Klassik für sein Lebenswerk | | |  |
Der Dirigent Kurt Masur erhält einen ECHO Klassik für sein Lebenswerk. Damit folgt er den Operngrößen Montserrat Caballé (2007), José Carreras (2008) und Plácido Domingo (2009), die diese Auszeichnungen zuletzt entgegennahmen. Kurt Masur will den Preis am 17. Oktober persönlich in Empfang nehmen. „Welchen Komponisten sich Kurt Masur auch widmet, für ihn ist die Musik eine Frage von Herz, Verstand und Emotionen. Er verkörpert die Tradition, die Erfahrung und die ewige Wandelbarkeit der klassischen Musik in einer neuen Epoche. Dafür wird er nun mit dem ECHO Klassik für sein Lebenswerk ausgezeichnet", sagt Daniel Knöll, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Bundesverbands Musikindustrie. Der heute 83-jährige Musiker Masur wirkte von 1955 bis 1958 als Dirigent der Dresdner Philharmonie und war später 27 Jahren lang Kapellmeister des Gewandhausorchesters in Leipzig, mit dem er weltweit über 900 Konzerte gab. 1991 folgte er auf Zubin Mehta beim Ensemble New York Philharmonic als musikalischer Direktor, von 2000 bis 2007 war er Chefdirigent beim London Philharmonic Orchestra. Zudem übernahm Masur von 2002 bis 2008 den Direktorenposten beim Orchestre National de France, wo er heute noch Ehrendirektor ist. Zu seinen Auszeichnungen zählt unter anderem das Bundesverdienstkreuz, das er 1995 erhielt. Jetzt folgt der ECHO Klassik: „Es ging mir in meinem ganzen Leben nie um den äußeren Erfolg, sondern darum, verstanden zu werden", sagt Kurt Masur. „Dieser Preis ist damit wirklich etwas Besonderes für mich. Ich bedanke mich sehr herzlich". Neben seinen musikalischen Verdiensten zeichnet sich der Dirigent vor allem durch sein soziales Engagement aus. Während der Montagsdemonstrationen 1989/1990 war er Mitglied der Initiative "Keine Gewalt" und steuerte einen wichtigen Beitrag zum friedlichen Ablauf der Revolution bei. Ein weiterer großer Verdienst war sein Engagement für den Wiederaufbau des Gewandhauses in Leipzigs. Die Deutsche Phono-Akademie, das Kulturinstitut des Bundesverbands Musikindustrie, richtet den ECHO Klassik bereits zum 17. Mal aus. Als TV-Partner ist zum 15. Mal das ZDF mit an Bord, das die erstmals von Thomas Gottschalk moderierte Gala aus der Philharmonie Essen unter dem Motto "ECHO der Stars" ebenfalls am 17. Oktober zeitversetzt ab 22:00 Uhr ausstrahlt. |
Klassik_News_03.09.10 Lang Lang und Sir Howard Stringer zeigten 3D-Film | | |  |
Der Pianist Lang Lang und Sir Howard Stringer, Präsident Sony Corporation, und weitere hochrangige Sony-Manager präsentierten am 1. September im ausverkauften Berliner CineStar-Kino im Sony Center die Weltpremiere von Lang Langs 3D-Film ‘The Third Dimension‘. Begeistert von der Vorführung waren auch Hiroshi Yoshioka (Stellvertretender Geschäftsführer der Sony Corporation), Fujio Nishida (Präsident Sony Europa), Jeffry van Ede (GeschäftsführerSony Deutschland), Edgar Berger (CEO Sony Music Entertainment Germany), Michael Brüggemann (Vice President Sony Classical Deutschland) und Bogdan Roscic (President Sony Classical International). In dem 3D-Film, der mit speziellen Kameraeinstellungen und Effekten arbeitet, interpretiert Lang Lang unter anderem Werke von Chopin und Prokofiev. Anfang Oktober kommt die Blu-ray ‘Live In Vienna‘ mit dem vollständigen Konzert aus dem Wiener Musikverein und dem 3D-Film in den Handel. – Foto: Sony Music Entertainment |
Klassik_News_04.06.10 Beethoven wohl doch nicht an Blei gestorben | | |  |
29.05.2010 | dpa Neue Tests an Schädelfragmenten von Ludwig van Beethoven widersprechen der Theorie, dass der große Komponist 1827 an einer Bleivergiftung gestorben war. Ein Forscher des Mount Sinai Institutes für Medizin in New York kam bei jüngsten Untersuchungen von zwei Knochenstücken zu dem Ergebnis, dass sich der Bleianteil durchaus im normalen Rahmen bewegt, wie die "New York Times" berichtet. "Ich glaube, wir brauchen nicht mehr auf Blei als ausschlaggebendem Faktor in Beethovens Leben zu schauen", sagte Andrew C. Todd der Zeitung. Doch nicht Wein zum Opfer gefallen? Der Fund von erhöhten Bleiwerten in Haaren und einem winzigen Fragment von Beethovens Schädel hatte andere Forscher vor fünf Jahren zu der Annahme geführt, dass der Meister seiner Vorliebe für Wein zum Opfer gefallen sein könnte. Preisgünstiger Wein wurde im 19. Jahrhundert mit Blei versetzt, um ihm den bitteren Geschmack zu nehmen, sagen Beethoven-Biografen. Mit der Bleibelastung ließen sich auch Veränderungen im Verhalten des Musikers zu seinem Lebensende erklären. Er wurde als aufbrausend und vergesslich beschrieben. Leiche geborgen Die neue Testreihe, die unter anderem am berühmten Argonne National Laboratory in Illinois erfolgte, ergab einen Bleiwert von 13 Mikrogramm je Gramm Knochenmasse in dem großen, zuvor nicht untersuchten Schädelfragment. Der Bleiwert in dem kleineren Knochen, der bereits vor fünf Jahren analysiert worden war, betrug fast das Vierfache (48 Mikrogramm). Für die Differenz gab es zunächst keine Erklärung. Beethovens Leiche war 1863 unter anderem für die Ermittlung der Todesursache von einem Friedhof in Wien geborgen worden. |
Klassik_News_25.05.10 Ein Leben für die Musik: Anneliese Rothenberger verstorbenDie Sopranistin Anneliese Rothenberger, eine der erfolgreichsten deutschen Sängerinnen der Nachkriegszeit, ist am 24. Mai nach kurzer Krankheit im Alter von 83 Jahren im Kantonsspital Münsterlingen in der Schweiz verstorben. Sie sang unter anderem bei den Salzburger Festspielen und an der Wiener Staatsoper und machte sich vor allem als Interpretin von Werken von Wolfgang Amadeus Mozart und Richard Strauß einen Namen. In den 70er-Jahren moderierte Anneliese Rothenberger beim ZDF die Sendung "Anneliese Rothenberger gibt sich die Ehre" und empfing Stars wie Placido Domingo. Die Sendung erzielte Rekordquoten. Von der Opernbühne trat sie 1983 zurück; Liederkonzerte gab sie noch bis 1989, dann konnte sie auf Grund ihrer Krebserkrankung nicht mehr öffentlich tätig sein. Im Jahr 2003 erhielt sie den ECHO Klassik für ihr Lebenswerk. |
Klassik_News_07.05.10 Beck bringt Gulda- und Strauss-Nachfahren zusammenAnlässlich der Veröffentlichung des Albums “Friedrich Gulda spielt Richard Strauss“ lud der Münchner Musikhändler Ludwig Beck Paul Gulda, den Sohn des Pianisten, und Bernhard Neuhoff vom Radiosender BR Klassik zu einem Podiumsgespräch ein. Auch der Strauss-Enkel Christian Strauss und Ursula Anders, die Lebensgefährtin von Friedrich Gulda, waren anwesend. Anders präsentierte ihren neuen Bildband "Friedrich Gulda", der mit über 350 bisher unveröffentlichten Bildern einen persönlichen Einblick in das Leben des Musikers gibt. Das Universal Music Classics & Jazz-Label Deutsche Grammophon brachte "Friedrich Gulda spielt Richard Strauss" zum 80. Geburtstag des im Jahr 2000 verstorbenen österreichischen Pianisten und Komponisten am 30. April in den Handel. |
Klassik_News_26.03.10 Wolfgang Wagner in Bayreuth gestorbenMehr als ein halbes Jahrhundert lang leitete Wolfgang Wagner die Bayreuther Festspiele. Am Sonntag starb der ehemalige Intendant und streitbare Enkel Richard Wagners im Alter von 90 Jahren. Der am 30. August 1919 geborene Enkel von Richard Wagner leitete von 1951 an zusammen mit seinem Bruder Wieland Wagner die nach dem Zweiten Weltkrieg wieder begründeten Bayreuther Festspiele. Nach dem frühen Tod seines Bruders im Oktober 1966 war er mehr als vier Jahrzehnte lang alleiniger Festspielleiter.
1976 ließ er sich von seiner ersten Frau Ellen Drexel scheiden und heiratete seine langjährige Mitarbeiterin Gudrun Mack. Ihr überraschender Tod im November 2007 machte schließlich nach längeren Auseinandersetzungen den Weg frei für seine Nachfolge. Im September 2008 übernahmen seine beiden Töchter, die Halbschwestern Eva Wagner-Pasquier (64) und Katharina Wagner (31) das Zepter am „Grünen Hügel“.
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| tonart Ausgabe Frühjahr 2012/1 |