Durch klicken öffnen Sie Künstlernamen inkl. Fotocredits dieser Bildleiste
Branchen_News_13.05.12

Volker Kauder will Urheberrecht stärken

Volker Kauder will Urheberrecht stärken

In einem Gastbeitrag im "Spiegel" hat sich Volker Kauder (CDU) für einen Ausgleich zwischen der Wahrung des geistigen Eigentums und der Freiheit der Kommunikation im Internet ausgesprochen. Dabei kritisierte er nicht zuletzt, dass sich keine der anderen Parteien traue, das Thema verantwortungsvoll anzugehen. Das Emporkommen der Piratenpartei scheine bei anderen Parteien und Fraktionen eine "Schockstarre" ausgelöst zu haben. Die Politik müsse die Grundlagen erhalten, dass Künstler von ihrer Arbeit leben könnten. Vorrangig kritisierte Kauder dabei die Piratenpartei, die mit ihrer Forderung, sämtliche Musiktauschbörsen zu legalisieren, zu weit ginge. Nicht alles was technisch möglich sei, müsse deshalb automatisch erlaubt sein. Auf Tauschbörsen mit kommerziellem Charakter müsse das Urheberrecht ohne Wenn und Aber beachtet werden - und werbefinanzierte Angebote seien für ihn stets Anzeichen für eine kommerzielle Nutzung. – © Foto: dpa

Branchen_News_04.05.12

GEMA holt neue Leiterin für Marketing und Kommunikation

GEMA holt neue Leiterin für Marketing und Kommunikation

Kurz nach dem Abschied von Bettina Müller besetzt die GEMA die Leitung der Direktion Marketing & Kommunikation neu: Ab Anfang Juni 2012 übernimmt Ursula Goebel (Foto) diese Position. Die 36-Jährige kommt aus dem Agenturbereich. Goebel verantwortet künftig die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie das Marketing. Sie folgt damit auf Bettina Müller, die die Verwertungsgesellschaft Mitte April auf eigenen Wunsch verlassen hat. Als Pressesprecherin berichtet Goebel an den Vorstandsvorsitzenden der GEMA, Dr. Harald Heker. Heker bezeichnet Goebel schon jetzt als "einen Gewinn" für die GEMA: "Durch ihre strategischen und inhaltlichen Kompetenzen wird sie neue Impulse setzen und unsere Kommunikation weiter ausbauen."

Ursula Goebel, studierte Geisteswissenschaftlerin, kommt laut GEMA-Informationen von fischerAppelt, relations. Dort betreute sie seit November 2003 die Produkt- und Markenkommunikation am Münchener Standort, seit 2009 als Account Director. "Sie verfügt über eine achtjährige Erfahrung in der strategischen Markenberatung, Akquisition und Steuerung nationaler und internationaler PR-Etats, in denen neben der klassischen PR auch Social Media eine immer wichtigere Rolle einnehmen. Zu ihren Schwerpunkten zählen die Konzeption und Realisation integrierter PR-Kampagnen", heißt es aus München. – © Foto: dpa

Branchen_News_20.04.12

Musikbranche: Streit um Urheberrechte

Musikbranche: Streit um Urheberrechte

In der Debatte um das Urheberrecht fühlt sich die Musikbranche von der Politik im Stich gelassen. "Ich halte es nicht mehr für zulässig, wie sich die Politik hier wegduckt", sagte Dieter Gorny, Vorsitzender des Bundesverbandes der Musikindustrie (BVMI). Das Wirtschaftsministerium hat eine Studie zu Warnmodellen als Mittel gegen Urheberrechtsverletzungen vorgelegt. "Wenn die Debatte so weitergeht, dann ist das Netz frei und kann selbst Kultur. Das macht dann der Schwarm, der Shitstorm", sagte Gorny (Foto) bissig. Er bezog sich dabei auf die Argumente der Kritiker des derzeitigen Urheberrechts. Diese wollen die Regeln aufweichen, weil sie im digitalen Zeitalter nicht mehr zeitgemäß seien. Wenn das derzeitige Urheberecht auf das Internet übertragen würde, käme dies einer Zensur gleich, ist ein häufiges Argument. Der Chef des Bundesverbands Musikindustrie Dieter Gorny zum Gebührenstreit mit Youtube: "Abwarten oder Maximalforderungen kultivieren hilft uns da nicht mehr"

Anfang des Jahres hatten von der Piratenpartei organisierte Massenproteste auf der Straße und im Netz ("Shitstorm") dafür gesorgt, dass die Bundesregierung einem weltweiten Abkommen zum Schutz vor Produktpiraterie und Urheberrechtsverletzungen (ACTA) nicht zustimmt. "Das Urheberrecht ist und bleibt ein zentraler Baustein, um das Ganze in Gang zu halten", sagte Verbandsvorsitzender Gorny. Dass es eine Debatte gebe, begrüße er, allerdings verlaufe sie "emotionalisiert und zugespitzt". Noch immer gebe es massenhafte illegale Musikangebote im Internet, sagte Gorny. Von einer Kriminalisierung der Nutzer könne nicht geredet werden. "Erst die massenhaften Rechtsverletzungen führen auch zu massenhafter Rechtsverfolgung", sagte er weiter.
Als "Brücke zum legalen Konsum" sieht die Branche das Streaming, also die direkte Übertragung von Musik über das Internet im Unterschied zum Download von Audiodateien. Schon jetzt erfolgen nach Angaben des Verbands 18 Prozent der täglichen Musiknutzung über Streaming - das Radio hat einen Anteil von 34 Prozent, auf digitale Dateien entfallen 28 Prozent und auf CDs oder andere Tonträger 20 Prozent.
Deutschland ist der weltweit drittgrößte Musikmarkt, hinter den USA und Japan. Auf den nächsten Plätzen folgen Großbritannien und Frankreich. – © Foto: dpa

Branchen_News_23.03.12

Sven Regener mischt Urheberrechtsdiskussion auf

Sven Regener mischt Urheberrechtsdiskussion auf

Mit einem leidenschaftlichen Plädoyer für die Rechte der Künstler hat sich Sven Regener (Foto) in die aktuelle Urheberrechtsdebatte eingeschaltet. Auf eine Anfrage der Radiosendung "Zündfunk" des BR-Senders Bayern 2 nach einem Statement zum Thema setzte der Buchautor und Element Of Crime-Musiker zu einer spontanen und fundierten Analyse zu YouTube, GEMA und der Notwendigkeit von Plattenfirmen an. „Weder YouTube noch Google haben selbst irgendetwas zu bieten, außer dem, was andere geschaffen haben", kommentierte der Sänger und Songschreiber den aktuellen Streit zwischen YouTube und den Rechteinhabern. „Die GEMA - das sind wir Komponisten und Textdichter - sagt nun 'Nein, für dieses Geld kriegt ihr unseren Kram nicht.' Wir sehen nicht ein, dass mit Werbung Milliardengeschäfte gemacht werden, und wir davon nichts abkriegen. Wir sind die Penner in der letzten Reihe." Jeder junge Mensch solle sich gut überlegen, ob er sich zum „Lobbyisten eines milliardenschweren Konzerns wie Google machen möchte. Ein Geschäftsmodell, das darauf beruht, dass diejenigen, die den Inhalt liefern, nichts bekommen, ist kein Geschäftsmodell."

Als Musiker wirke man "uncool", wenn man sich auf das Urheberrecht berufe, gerade als Indiekünstler: „Deshalb halten alle schön die Füße still und den Kopf unten - und sehen dabei zu, wie es immer weiter den Bach runter geht". Das "Herumtrampeln" auf Künstlern, die auf dieses Recht beharren, sei "im Grunde nichts anderes, als wenn man uns ins Gesicht pinkelt." Eine Gesellschaft, die so mit ihren Künstlern umgehe, sei nichts wert. „Das ist eine Frage des Respekts und des Anstandes." Wenn dies nicht mehr gegeben sei, müsse sich der Künstler „andere Wege suchen, seine Platten zu produzieren - oder eben auch nicht, denn zu glauben, man könne auf Plattenfirmen verzichten, ist ein großer Irrtum", so der Universal Music-Künstler. „Wir gehen keine Geschäftsbeziehungen mit Plattenfirmen ein, weil wir was zu verschenken haben, sondern weil wir sonst unsere Musik nicht machen können." – © Foto: Charlotte Goltermann

Branchen_News_16.03.12

ECHO Gala am 22. März in Berlin

ECHO Gala am 22. März in Berlin

Das Liveprogramm der ECHO-Preisgala ist um einige nationale und internationale Show-Acts reicher: Katy Perry, Sean Paul, Taio Cruz und Olly Murs zählen zu den neu bestätigten internationalen Künstlern. Auch nationale Größen wie Udo Lindenberg im Duett mit Jan Delay und Die Toten Hosen stehen am 22. März in Berlin live auf der Bühne. „Die Zusammenstellung des Line-ups für den Echo ist immer ungeheuer spannend", erklärt Gerd Gebhardt, Executive Producer des ECHO 2012. „Auch hier gilt die alte Weisheit: Die Mischung macht's. Brandaktuelle Titel wie die von Katy Perry und den Toten Hosen gehören genauso dazu wie wie die Auftritte von Udo Lindenberg und Jan Delay sowie Sean Paul, Taio Cruz und Olly Murs."

Die 21. Verleihung des deutschen Musikpreises ECHO findet am 22. März 2012 in der Messe Berlin statt. Als Veranstalter fungiert die Deutsche Phono-Akademie, das Kulturinstitut des Bundesverbands Musikindustrie. Werner Kimmig produziert die Preisgala, die die ARD ab 20.15 Uhr live überträgt.Ina Müller und Barbara Schöneberger führen als Gastgeberinnen durch die Preisverleihung. – © Foto: Schneider-Press/Frank Rollitz

Branchen_News_25.02.12

Edgar Berger sieht Musikbranche auf Wachstumskurs

Edgar Berger sieht Musikbranche auf Wachstumskurs

Sony-Manager Edgar Berger rechnet damit, dass die Musikindustrie sich nach langen Jahren der Umsatzeinbrüche inzwischen wieder auf einem guten Weg befindet: "Ich bin mir sicher, dass wir in ein bis drei Jahren wieder in einem Wachstumsmarkt sind", sagt er im Gespräch mit der Tageszeitung "Die Welt". "Nach vielen Jahren Gegenwind haben wir jetzt endlich Rückenwind", bestätigte er eine Position, die er bereits bei der Präsentation des "Digital Music Report 2012" der IFPI in London Ende Januar vertrat. Er ergänzt: "Überhaupt muss ich sagen, dass ich noch nie einen solchen Optimismus und eine solche Aufbruchsstimmung in der Branche gespürt habe, wie es jetzt gerade der Fall ist."

Berger, im Sommer 2011 bei Sony vom Posten des CEO von Sony Music GSA zum President und CEO of International Sony Music Entertainment aufgestiegen, macht für diesen Optimismus vor allem Zuwächse im Onlinegeschäft verantwortlich: "Wir sehen bereits, dass das Geschäft mit physischen Trägern wie CDs nicht mehr so schnell zurückgeht, und der digitale Vertrieb schnell zunimmt. Das wird uns insgesamt wieder zu Wachstum bringen." Es habe zwar gedauert, "bis neue Geschäftsmodelle entwickelt waren und die kritische Masse erreicht war", inzwischen aber gebe es "eine Vielzahl von Modellen, vom Songdownloaddienst über Musikvideo-Angebote bis hin zu Abonnements". Auch die CD sei noch längst nicht tot: "Es wird auch künftig unterschiedliche Formen des Musikkonsums geben."

Auch die aktuelle Diskussion ums Urheberrecht begrüßt er: "Es ist gut, dass endlich eine richtige Diskussion darüber entsteht, wie Urheberrecht und kreative Leistung im digitalen Zeitalter zu respektieren und zu schützen sind", sagt Berger. Dazu habe auch beigetragen, dass inzwischen auch andere Kreativbranchen von Raubkopien betroffen seien: "Ich bin als Bürger und als Demokrat überzeugt davon, dass das Internet frei sein muss. Es muss frei, aber nicht umsonst sein. Man sollte frei nicht mit umsonst verwechseln." Ein modernes Urheberrecht müsse bewerkstelligen, "dass kreative Leistung so entlohnt wird, dass sie auch eine Lebensbasis darstellen kann".

An seiner Position im Streit GEMA/YouTube ändert diese Ansicht allerdings nichts. Hier sieht Berger weiterhin vor allem die Verwertungsgesellschaft am Zug, die "sehr restriktiv" lizenziere: "Uns gehen dadurch Millionenumsätze verloren", klagt Berger gegenüber der "Welt": "Diese Praxis ist übrigens mit einer der Hauptgründe, warum der digitale Musikhandel in Deutschland weniger stark ausgeprägt ist. Ich bin mir aber auch relativ sicher, dass es bei der GEMA irgendwann Einsicht zwecks ökonomischer Notwendigkeit geben wird." – © Foto: Sony Music Entertainment

Branchen_News_17.02.12

Neumann liest Justizministerin die Leviten

Neumann liest Justizministerin die Leviten

Sie war wie üblich ein Ort des offenen Austauschs: die filmpolitische Debatte der CSU-Filmkommission anlässlich der Berlinale. Als "Traditionsgast" trat erneut auch Kulturstaatsminister Bernd Neumann (Foto) ans Podium - und er sparte nicht mit Kritik in Richtung des Koalitionspartners FDP, namentlich Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, die unlängst nicht nur verbale Ohrfeigen an die Kreativbranche verteilt hatte, sondern auf deren Schreibtisch seit Monaten ein Entwurf zum Dritten Korb des Urheberrechtes verstaubt. "Wenn das Urheberrecht als Existenzgrundlage für Kreative nicht mehr funktioniert, dann ist das System kaputt, dann wird sich Vielfalt nicht mehr aufrechterhalten lassen. Aber offenbar hat sich das auch innerhalb der Bundesregierung noch nicht komplett herumgesprochen", so Neumann. Natürlich gebe es Nutzerinteressen, die man nicht übersehen könne. Aber das könne nicht dazu führen, den Grundsatzschutz des geistigen Eigentums außer Kraft zu setzen. "Ich wehre mich dagegen, aus dem Urheberschutzrecht ein Nutzerrecht zu machen. Das ist genau der falsche Weg!"

Neumann las aus der Koalitionsvereinbarung vor, zitierte Passagen wie "Das Urheberrecht hat in der modernen Medien- und Informationsgesellschaft eine Schlüsselfunktion. Wir werden das Urheberrecht deshalb entschlossen weiterentwickeln mit dem Ziel ein hohes Schutzniveau und eine wirksame Durchsetzbarkeit zu gewährleisten. Um dieses Ziel zu erreichen, werden wir zügig die Arbeit an einem dritten Gesetz zur Regelung des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft aufnehmen" oder "Das Internet darf kein urheberrechtsfreier Raum sein. Wir werden deshalb unter Wahrung des Datenschutzes bessere und wirksamere Instrumente zur konsequenten Bekämpfung von Urheberrechtsverletzungen im Internet schaffen."

Ziele, die mit der politischen Wirklichkeit herzlich wenig gemein haben. Neumann appellierte denn auch an die Branche, sich bemerkbar zu machen: Man könne den Kampf nicht ihm alleine überlassen - zumal der Einfluss des Kulturressorts bei einem Thema unter Zuständigkeit der Justizministerin begrenzt sei. Am Rande ging Neumann auch auf die Debatte über Acta und Missverständnisse respektive Fehlinformationen hinsichtlich seiner Bedeutung ein. Tatsächlich würde sich bei einer Verabschiedung von Acta in Deutschland prinzipiell nichts ändern, vielmehr würde jener Maßnahmenkatalog bestätigt, den man bereits habe. Die eigentliche Bedeutung liege in der Harmonisierung des Rechts, insbesondere mit Blick auf Staaten, die den Urhebern noch ein extrem niedriges Schutzniveau böten. – © Foto: dpa

Branchen_News_13.02.12

Adele bei den Grammy-Awards erfolgreich

Adele bei den Grammy-Awards erfolgreich

Die britische Soulsängerin Adele war mit sechs Auszeichnungen die große Gewinnerin der Grammy-Awards am 12. Februar 2012 in Los Angeles. Damit setzte sich die Künstlerin in sämtlichen Kategorien durch, in denen sie nominiert war, und nahm unter anderem die Preise für Album, Song und Record of the Year mit nach Hause. Ebenfalls sechsmal nominiert waren die Foo Fighters, die sich letztendlich fünf Grammys vornehmlich in den diversen Rock-Kategorien sicherten. Vier Preise gingen an den HipHop-Künstler Kanye West. Überschattet wurde die Verleihung vom Tode Whitney Houstons, die am Vorabend in Beverly Hills verstorben war. Nach einem Gebet für die Sängerin zu Beginn des Abends gehörten mehrere Tribute-Auftritte ihr zu Ehren zu den Höhepunkten der Preisgala, bei der auch den verstorbenen Sängerinnen Etta James und Amy Winehouse gedacht wurde. Letztere erhielt posthum einen Grammy für ihre letzte Aufnahme ‘Body And Soul‘.

Ebenfalls posthum zu Grammy-Ehren kam der im Oktober 2011 verstorbene Steve Jobs: Die Recording Academy hatte dem ehemaligen Apple-CEO eine Auszeichnung für besondere Verdienste zugesprochen, da er mit iPod und iTunes nach Ansicht der Jury Produkte geschaffen habe, "die die Art, wie wir Musik, Fernsehen, Filme und Bücher konsumieren, grundlegend verändert hat". Im Staples Center in Los Angeles nahm Eddy Cue die Auszeichnung für Steve Jobs entgegen. Cue, bei Apple als Senior Vice President of Internet Software and Services unter anderem für das Unterhaltungsgeschäft verantwortlich, strich in seinen Dankesworten heraus, dass Steve Jobs stets betont habe, wie sehr Musik sein Leben bestimmte und welchen Einfluss Künstler wie Bob Dylan oder die Beatles auf ihn gehabt hätten. Zu den weiteren Höhepunkten gehörten die Live-Auftritte unter anderem von Bruce Springsteen, Paul McCartney mit Joe Walsh, den Foo Fighters, Taylor Swift, Glenn Campbell und den reformierten Beach Boys.

Die deutschen Kandidaten brachten es 2012 nicht zu Grammy-Ehren: ECM-Chef Manfred Eicher, nominiert in der Kategorie des Klassikproduzenten des Jahres, musste sich der unter anderem bei der Einspielung der "Son Of Chamber Symphony" von John Adams aktiven Judith Sherman geschlagen geben. Der Sänger Andreas Scholl, mit seinem Purcell-Album ‘O Solitude‘ nominiert für einen Grammy in der Sparte "Best Classical Vocal Solo", sortierte sich hinter Joyce DiDonato und deren ‘Diva – Divo‘ ein. Einzig die Deutsche Grammophone, die drei Produktionen ins Grammy-Rennen hatte schicken können, brachte es mit der vierten Brahms-Sinfonie unter der Leitung von Gustavo Dudamel auf eine Auszeichnung. – © Foto: dpa

Branchen_News_27.01.12

MIDEM legt Fokus auf deutsche Unternehmen

MIDEM legt Fokus auf deutsche Unternehmen

200 deutsche Unternehmen geben auf der MIDEM 2012 Einblick in den "German Way Of Music", so das Motto der größten Landesdelegation auf der diesjährigen Musikmesse in Cannes. 100 davon sind vom 28. bis 31. Januar am deutschen Gemeinschaftsstand im Palais des Festivals anzutreffen. "Für uns ist die MIDEM ein bedeutender Event der nationalen und internationalen Entscheider, aber auch der Kreativen, der Politiker und vieler anderer Wirtschaftsbereiche, die die Musik als Träger nutzen, um ihre Botschaft dem Endverbraucher zu vermitteln", kommentiert Dagmar Sikorski (Foto), Präsidentin des Deutschen Musikverleger-Verbandes (DMV), der die Gemeinschaftspräsenz auch in diesem Jahr organisierte. "Bei aller Euphorie über neue Technologien und aggressive Marketingkonzepte sollte man nicht die Autoren vergessen, denn sie haben ein Recht auf eine angemessene Vergütung, damit sie davon auch leben können. Darum hoffen wir auf die Unterstützung der Politik."

Diese repräsentieren auf der MIDEM der deutsche Staatsminister für Kultur und Medien, Bernd Neumann (Foto), und der Parlamentarische Staatssekretär des Ministeriums für Wirtschaft und Technologie, Hans-Joachim Otto, die begleitet von einer Delegation mit Repräsentanten der deutschen Musikindustrie am 29. Januar den Gemeinschaftsstand besuchen.

Messedirektor Bruno Crolot erklärt seitens der Veranstalter: "Wieder einmal wird die deutsche Delegation ein wesentlicher Bestandteil der MIDEM sein. Wir freuen uns, eine solch große deutsche Delegation begrüßten zu dürfen, darunter bahnbrechende Technologien, Markenartikler und Künstler zusätzlich zu den traditionellen Musik-Unternehmen, Politikern und Verwertungsgesellschaften." – © Foto: dpa

Branchen_News_20.01.12

Grammys ehren Sir Richard Branson

Grammys ehren Sir Richard Branson

Bei der vierten Pre-Grammy Gala, die wieder von Clive Davis und der amerikanischen Recording Academy ausgerichtet wird, erhält der Virgin-Gründer Sir Richard Branson eine Ehrung als „Grammy Salute To Industry Icons“. Die Gala geht wieder am Vorabend der Grammys, am 11. Februar, im Beverly Hilton Hotel in Beverly Hills über die Bühne. Auftritte von verschiedenen Künstlern sollen den Preisträger ehren. In den Vorjahren wurden bereits Branchengrößen aus der Musikindustrie wie Herb Alpert und Jerry Moss (A&M), Clive Davis (Arista, Columbia), Ahmet Ertegun (Atlantic), David Geffen (Geffen Records), Berry Gordy (Motown), Doug Morris (Universal) und Mo Ostin (Warner) als Industry Icons ausgezeichnet. – © Foto: dpa

Branchen_News_23.12.11

Posthumer Grammy für Steve Jobs

Posthumer Grammy für Steve Jobs

Die Recording Academy hat die Gewinner der Grammy-Awards für besondere Verdienste bekanntgegeben. Neben den Musikern Allman Brothers Band, Glen Campbell, Antonio Carlos Jobim, Gil Scott-Heron, George Jones und Diana Ross sowie dem Musiker, Songschreiber und Produzenten Dave Bartholomew erhält auch Apple-Gründer Steve Jobs 2012 eine Auszeichnung. Jobs hat nach Ansicht der Jury "Produkte geschaffen, die die Art, wie wir Musik, Fernsehen, Filme und Bücher konsumieren, grundlegend verändert hat". Der im Oktober verstorbene ehemalige Apple-CEO sei ein kreativer Visionär gewesen, der "durch Innovationen wie den iPod und iTunes die Musikindustrie revolutioniert hat". Bereits 2002, im Jahr nach der Einführung des iPod, hatte Apple einen Grammy in der Technikkategorie erhalten. – © Foto: Apple

Branchen_News_16.12.11

Live Nation bestätigt Madonna-Deal mit Universal Music

Live Nation bestätigt Madonna-Deal mit Universal Music

Live Nation hat einen Lizenzvertrag mit Universal Music über die Veröffentlichung der kommenden drei Madonna-Alben geschlossen, wie der Konzern am 15. Dezember bestätigte. Im März 2012 soll ein neues, noch unbetiteltes Studioalbum der Sängerin bei der Universal-Division Interscope erscheinen. Die Single ‘Gimme All Your Luvin‘ kommt bereits in der letzten Januarwoche 2012 und damit kurz vor Madonnas Halbzeitauftritt beim "Super Bowl" in den Handel. Madonnas Manager Guy Oseary und der Konzern Live Nation, bei dem Madonna seit Oktober 2007 in einem 360-Grad-Modell unter Vertrag steht, bezeichnen diese Labelkooperation als "Bestandteil eines sehr breit angelegten Plans". Der Rundumvertrag von 2007 mit zehnjähriger Laufzeit soll angeblich Vorschüsse von rund 100 Millionen umfassen, allein auf die Recording-Rechte entfallen laut "Billboard" 40 Millionen Dollar.

"Wir freuen uns auf eine tolle Partnerschaft", sagte Arthur Fogel, Chairman of Global Music & CEO Global Touring bei Live Nation, zur Vertragsunterzeichnung. Und Manager Oseary fügte hinzu: "Wir sind sehr glücklich, nun mit Jimmy Iovine, Lucian Grainge und dem gesamten Interscope-Team arbeiten zu können." – © Foto: Kevin Mazur

Branchen_News_09.12.11

Musik als beliebtes Weihnachtsgeschenk

Musik als beliebtes Weihnachtsgeschenk

Das alljährliche Weihnachtsgeschäft kommt auf Touren. 54 Prozent der Deutschen wollen einer Studie des Bundesverband Musikindustrie zufolge zu Weihnachten Musik in Form von Tonträgern, Download-Gutscheinen und Konzerttickets verschenken. Beliebtestes Musikgeschenk ist laut den Kölner Marktforschern von respondi der physische Tonträger in Form von CD und Vinylplatte, die 37,4 Prozent der 1000 Befragten verschenken wollen. Konzerttickets stehen bei 27 Prozent auf der Einkaufsliste, gefolgt von Musik-DVDs mit 14,3 Prozent. "Musik steht bei den Deutschen auch in diesem Jahr wieder ganz weit oben auf den Geschenkelisten, vor allem die Musik-CD bleibt der Klassiker unter den Weihnachtsgeschenken - daran wird auch das digitale Zeitalter so schnell nichts ändern", prognostiziert BVMI-Geschäftsführer Florian Drücke (Foto).

Vor allem männliche Kunden lieben es zum Fest musikalisch: 61 Prozent von ihnen planen ein Musikgeschenk, bei den Frauen ist es knapp die Hälfte. Unter den verschiedenen Altersgruppen setzten die 14- bis 29-Jährigen am stärksten auf Musik. 64 Prozent greifen hier zu musikalischen Gaben. Über 14 Prozent der unter 19-Jährigen verschenken Downloadgutscheine. "Die Digital Natives nehmen verstärkt die zahlreichen neuen Musikangebote im Internet wahr, das spiegelt sich mit den Download-Gutscheinen auch in der Wahl der Weihnachtsgeschenke wider", erläutert Drücke. "Zugleich steht aber auch das haptische Produkt nach wie vor hoch im Kurs. In keiner Altersgruppe werden so häufig CDs und DVDs verschenkt wie bei den 14- bis 19-Jährigen." – © Foto: Markus Nass/BVMI

Branchen_News_02.12.11

Musikindustrie sieht CD als wichtigste Umsatzsäule

Musikindustrie sieht CD als wichtigste Umsatzsäule

Berichten über das angeblich nahende Ende der CD stellt der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) aktuelle Zahlen auf Basis der Marktstatistik von media control/GfK entgegen: Demnach entfielen in den ersten neun Monaten des Jahres 2011 nach Endverbraucherpreisen fast drei Viertel aller Umsätze mit Musikaufnahmen auf den Verkauf von CDs. Andere physische Ton- und Bildtonträger wie DVDs und Vinyl-LPs trugen weitere neun Prozent zu den Umsätzen der Musikunternehmen bei.

Die digitalen Formate kamen hingegen im Zeitraum von Anfang Januar bis Ende September 2011 trotz aller Zuwächse bislang nur auf einen Umsatzanteil von 17 Prozent. Damit stellt die CD "trotz steigender Einnahmen im Digitalmarkt" nach wie vor "das Rückgrat der Musikbranche", wie es aus Berlin heißt: "Physische Tonträger und insbesondere die CD erfreuen sich weiterhin und unabhängig vom saisonalen Geschäft einer sehr gesunden Nachfrage", streicht auch BVMI-Geschäftsführer Dr. Florian Drücke heraus. "Die Musik-CD stellt unverändert die wichtigste Einnahmequelle der Musikunternehmen dar - daran wird sich entgegen anderslautender Gerüchte auch in absehbarer Zeit nichts ändern." Im deutschen Markt bringen es die physischen Formate dabei auf eine höhere Akzeptanz als im internationalen Durchschnitt: Weltweit schätzt man den Umsatzanteil der CD beim BVMI derzeit noch auf rund 60 Prozent.

Hierzulande zeichnet sich bei den CDs zudem sogar eine wenigsten zum Teil erfreuliche Tendenz ab: So habe in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres die Zahl der verkauften Exemplare von Neuveröffentlichungen um 2,4 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres gelegen. Insgesamt liegen die CD-Absatzzahlen nach nur leichten Rückgängen in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres fast auf Vorjahresniveau. – © Grafik: BVMI/media control

Branchen_News_18.11.11

Universal Music kauft EMI Music

Universal Music kauft EMI Music

Universal Music ist bei EMI Music am Ziel: Der von Chairman & CEO Lucian Grainge (Foto) geleitete Weltmarktführer im Musikgeschäft erhält von den Bankern der Citigroup den Zuschlag für die Plattenfirmensparte EMI Recorded Music. Als Kaufpreis gibt der Universal-Mutterkonzern Vivendi eine Summe von 1,2 Milliarden Pfund an, umgerechnet rund 1,4 Milliarden Euro beziehungsweise gut 1,9 Milliarden Dollar. Rechnet man weitere gut zwei Milliarden Dollar aus dem Verkauf des Musikverlagsarms EMI Music Publishing hinzu, erlöst die Citigroup mehr als vier Milliarden Dollar mit der Zerschlagung von EMI Music. Bei der im Mai 2011 verkündeten Übernahme von Warner Music durch Len Blavatnik und dessen Beteiligungsgesellschaft Access Industries wurden 3,3 Milliarden Dollar aufgerufen.

Die Konzernspitze und der Aufsichtsrat des französischen Mischkonzerns Vivendi hätten dem Deal mit der Citigroup zugestimmt, heißt es aus Paris. Vivendi will den fälligen Kaufpreis über seine bestehenden Kreditlinien finanzieren. Zusätzlich kündigt der Konzern an, einzelne Universal-Music-Konzernteile abseits des Kerngeschäfts verkaufen zu wollen. Diese Transaktionen sollen ein Volumen von bis zu 500 Millionen Euro haben.
Vivendi-Konzernchef Jean-Bernard Lévy zeigt sich stolz, "EMI in der Universal-Familie begrüßen zu können". Man respektiere die Leistungen des britischen Musikmajors samt all seiner Künstler und Mitarbeiter: "Sie alle werden in unserem Konzern eine sichere und langfristige Heimat mit einer europäischen Konzernzentrale finden." Lucian Grainge bezeichnet den Deal als einen "historischen Zukauf". Er als Engländer sehe in EMI ein herausragendes Musikunternehmen, dessen Künstler zudem den Soundtrack zu seiner Jugend beigesteuert hätten. Roger C. Faxon (CEO EMI Music), soviel steht schon jetzt fest, ist mit seinen Bemühungen gescheitert, den EMI-Konzern als eine Einheit aus Plattenfirmen- und Musikverlagsarm zusammenzuhalten. – © Foto: dpa

Branchen_News_11.11.11

EMI Music verleiht Gold an Reinhard Mey

EMI Music verleiht Gold an Reinhard Mey

Auf seiner Tourstation in Köln durfte sich Reinhard Mey kürzlich einen Gold-Award für ‘Mairegen‘ abholen. EMI Music  veredelte damit das 25. Studioalbum des Sängers und Liedermachers. Im Rahmen seiner ausverkauften aktuellen Tournee gibt Mey unter der Regie von Sali-Konzerte insgesamt 62 Konzerte. Zur Edelmetallverleihung in der Kölner Philharmonie trafen sich (v.l.n.r.): Stephan Grulert (EMI Music), Sali Aydin (Sali-Konzerte), Manfred Rolef (EMI Music), Reinhard Mey, Angelika Wozny-Bongard (EMI Music), Eva Reinmuth (Nexus Promotion), Berthold Meyer (EMI Music), Dany Dietz (EMI Music) und Manfred Leuchter (Produzent). – © Foto EMI Music Germany

Branchen_News_28.10.11

Warner Music empfängt Olaf Scholz

Warner Music empfängt Olaf Scholz

Kürzlich besuchte Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz den Firmensitz von Warner Music in der Hamburger Speicherstadt, um sich mit Chairman und CEO Bernd Dopp über die Situation der Musikwirtschaft in Hamburg und Deutschland auszutauschen. Beide zogen ein "sehr positives Resümee des diesjährigen Reeperbahn Festivals", teilt der Major mit. Zudem diskutierten Scholz und Dopp über die Forderung nach einer mittelgroßen Halle in zentraler Lage - möglichst auf St. Pauli - und die Bedeutung der Hamburger Clubkultur. Dopp nutzte die Gelegenheit auch, um die Unterstützung der Politik bei der Umsetzung eines modernisierten Urheberrechts zu fordern, und wies auf die negativen Folgen von Onlinepiraterie für die Kreativwirtschaft hin. Abschließend kamen (v.l.n.r.) Jörg Glauner (General Counsel Legal & Business Affairs Warner Music), Benedikt Lökes (Director Corporate Communication Warner Music), Bernd Dopp (Chairman & CEO Warner Music Central & Eastern Europe), Olaf Scholz und Andreas Klöpfel (COO & CFO Warner Music) zu einem Erinnerungsphoto zusammen. – © Foto: dpa

Branchen_News_14.10.11

Thomas Rabe wird Vorstandsvorsitzender bei Bertelsmann

Thomas Rabe wird Vorstandsvorsitzender bei Bertelsmann

Beim Medienkonzern Bertelsmann kommt es zu einem Machtwechsel. Der Vorstandsvorsitzende Hartmut Ostrowski übergibt sein Amt zum 1. Januar 2012 an den bisherigen Finanzchef Thomas Rabe (Foto). Wie der Gütersloher Medienkonzern mitteilt, habe sich Hartmut Ostrowski aus persönlichen Gründen zu diesem Schritt entschieden. Der 53-Jährige wechselt in den Bertelsmann-Aufsichtsrat. Er hatte den Vorstandsvorsitz bei Bertelsmann als Nachfolger des heutigen Aufsichtsratsvorsitzenden Gunter Thielen Anfang 2008 übernommen. "Bertelsmann ist Herrn Ostrowski zu großem Dank verpflichtet. Er hat das Unternehmen in schweren Zeiten geführt. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit ihm im Aufsichtsrat. Der Zeitpunkt des Wechsels gewährleistet, dass die Stabübergabe an Thomas Rabe reibungslos vonstatten gehen wird", erklärte Thielen in einem ersten Statement.

Thomas Rabe hatte in Gütersloh im Jahr 2006 das Amt des Finanzchefs übernommen und verantwortet in der Konzernzentrale auch die BMG-Musikaktivitäten. Zuvor war er seit 2000 als Finanzvorstand der zu Bertelsmann gehörendenRTL Group tätig. – © Foto: dpa

Branchen_News_06.10.11

Apple-Visionär Steve Jobs gestorben

Apple-Visionär Steve Jobs gestorben

Der Mitbegründer des Computerherstellers Apple ist am Mittwoch 5.10. seinem Krebsleiden erlegen. Steve Jobs wurde 56 Jahre alt. US-Präsident Obama würdigt ihn als einen der größten amerikanischen Erfinder. Am Abend (Ortszeit) erschien auch auf der Startseite des Apple-Internetauftritts die Nachricht von Jobs' Tod. Die Seite zeigte nur ein großes Bild des langjährigen Chefs mit den Lebensdaten 1955 und 2011. Später kam noch eine Würdigung hinzu: Apple habe einen "Visionär und ein kreatives Genie" verloren. Jobs war auf dem Bild in seinem typischen schwarzen Rollkragenpullover zu sehen. "Die Welt hat einen faszinierenden Menschen verloren", hieß es in der Würdigung weiter. "Die, die das Glück hatten, ihn zu kennen und mit ihm zu arbeiten, haben einen Freund und Mentor verloren. Steve lässt ein Unternehmen zurück, wie nur er es aufbauen konnte und das immer in seinem Geiste arbeiten wird." Apple richtete zugleich ein elektronisches Kondolenzbuch ein. Unter rememberingsteve@apple.com können Fans Beileidsnachrichten schicken.

Der schwer kranke Firmengründer war im August als Konzernchef zurückgetreten. Er könne seine Aufgaben nicht länger erfüllen, schrieb Jobs damals. Steve Jobs blieb dem Konzern aber als Chef des Aufsichtsrates erhalten und hatte damit weiterhin ein gewichtiges Wort mitzureden. 2004 hatte er wegen Krebs behandelt werden müssen; 2009 bekam er eine neue Leber. Er musste immer wieder eine Auszeit vom anstrengenden Tagesgeschäft nehmen und ließ sich nur sporadisch in der Öffentlichkeit blicken. Er überließ die Geschäfte seit Januar weitgehend seinem Vertrauten Tim Cook, der deswegen als Kronprinz galt.
US-Präsident Barack Obama und seine Ehefrau Michelle haben sich "betrübt" über den Tod des Apple-Mitbegründers Steve Jobs gezeigt. In einer Mitteilung des Weißen Hauses vom Mittwochabend hieß es weiter, Jobs habe zu den größten amerikanischen Erfindern gezählt. Mit dem Aufbau eines der erfolgreichsten Unternehmen des Planeten aus seiner Garage heraus, habe er beispielhaft den Geist der amerikanischen Erfindungsgabe gezeigt. Jobs habe die Art, so wie jeder von uns die Welt sehe, verändert. "Die Welt hat einen Visionär verloren", hieß es in der Erklärung des Präsidenten. – © Foto: dpa

Branchen_News_23.09.11

Esther Raff stärkt bei Klassik Radio die Vermarktung

Esther Raff stärkt bei Klassik Radio die Vermarktung

Esther Raff steigt zum 1. Januar 2012 als Gesellschafterin bei Klassik Radio ein. Die 44-Jährige will eine "neue nationale Vermarktungskraft" innerhalb der Klassik-Radio-Gruppe gründen. "Ich bin fest davon überzeugt, dass programmliche und werbliche Innovation sowie die zielführende Nutzung neuer Verbreitungswege notwendig sind, um Radio wieder ins Bewusstsein der Werbewirtschaft zu bringen", erklärt Raff. "Die einzigartigen programmlichen, bundesweiten Möglichkeiten bei Klassik Radio und die Zielgruppe sind eine großartige Basis dafür." Ulrich Kubak, Alleinvorstand Klassik Radio, bezeichnet Raff als eine der "profiliertesten Persönlichkeiten der Radiovermarktung". Mit ihr werde man das Unternehmen auf "eine ganz neue Ebene führen".

Seit 2005 war Raff bei AS&S Radio tätig. Ab 2008 hatte sie die Verantwortung für die Radiovermarktung innerhalb der ARD-Werbung Sales & Services inne. "Ich habe sechs erfolgreiche, spannende und aufregende Jahre bei der AS&S erlebt", resümiert Raff. "Aber jetzt ist es Zeit etwas Neues zu beginnen." "Wir bedauern den Weggang von Esther Raff", kommentiert Ludger Lausberg, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der ARD-Werbung Sales & Services. "In Ihrer Ära hat sich die AS&S Radio in ihrer einzigartigen Aufstellung als Public-Private-Vermarkter stetig nach vorne entwickelt. Wir danken Ihr für die hervorragende Arbeit und wünschen ihr für ihre neue Tätigkeit alles Gute." – © Foto: dpa

Branchen_News_02.09.11

POPKOMM-Messe erwartet 400 Aussteller aus 21 Ländern

POPKOMM-Messe erwartet 400 Aussteller aus 21 Ländern

Über 400 Aussteller aus 21 Ländern haben sich bislang für die POPKOMM 2011 im Rahmen der Berlin Music Week angekündigt. 16 Ländergemeinschafts-Lounges werden die Musiknationen, darunter erstmals Israel und Argentinien, im ehemaligen Flughafen Tempelhof bevölkern. Frankreich und Italien sind nach ihrer Abwesenheit im vergangenen Jahr wieder mit dabei. Im POPKOMM-Liveprogramm treten 115 Acts aus 26 Nationen auf. Neben den erneut vertretenen deutschen Organisationen VUT, DMV und der Popakademie Baden-Württemberg feiert die GVL in diesem Jahr ihre POPKOMM-Premiere. "Wir betrachten es als unsere Aufgabe, Labels und Künstler darüber zu informieren, wie wir uns für ihre Rechte einsetzen - auch international", erklären die Geschäftsführer Guido Evers und Tilo Gerlach. – © Foto: Messe Berlin

Branchen_News_26.08.11

Apple-Boss Steve Jobs tritt ab

Apple-Boss Steve Jobs tritt ab

Steve Jobs (56) zieht sich aus gesundheitlichen Gründen aus der Leitung von Apple zurück. Der Konzerngründer und Chief Executive Officer informierte am Abend den Aufsichtsrat von seiner Entscheidung. Als neuer CEO rückt Jobs-Stellvertreter Tim Cook, derzeit Chief Operating Officer von Apple, an die Konzernspitze nach. "Ich habe immer gesagt, wenn einmal der Tag kommt, an dem ich meine Aufgaben nicht mehr erfüllen kann, werde ich der erste sein, der dies mitteilt. Dieser Tag ist leider gekommen", so Jobs in einem Brief an den Aufsichtsrat.

Jobs ging auf die Gründe für seinen Rücktritt nicht näher ein. Die ernsten gesundheitlichen Probleme der Apple-Ikone sind aber ein offenes Geheimnis. 2004 war Jobs an Krebs erkrankt, 2009 wurde ihm eine neue Leber transplantiert. Seither wurde immer wieder über den bevorstehenden Rückzug spekuliert. Mindestens ebenso häufig kehrte Jobs aber auf die große Bühne zurück.

Apple stehen nun turbulente Zeiten bevor. Steve Jobs ist für Anleger, Presse und Fans Sinnbild des Apple-Erfolgs. Kein anderes Unternehmen ist derart abhängig von einer Führungsfigur. Die Börse nahm die Entscheidung von Jobs entsprechend negativ auf. Die Aktie verlor nachbörslich 5,4 Prozent. – © Foto: Matt Yohe

Branchen_News_14.08.11

Sony Music befördert Edgar Berger zum President und CEO

Sony Music befördert Edgar Berger zum President und CEO

Bereits Ende Juli machten ersten Gerüchte über einen internationalen Aufstieg von Edgar Berger bei Sony Music die Runde, nun hat der Major die Personalie bestätigt: Der derzeitige CEO von Sony Music GSA fungiert ab sofort als President und CEO of International. In dieser neuen Funktion soll Berger von London aus das weltweite Geschäft von Sony Music außerhalb der USA verantworten. Er berichtet direkt an Sony-CEO Doug Morris. Berger tritt damit die Nachfolge von Richard Sanders an. Den neuen CEO von Sony Music GSA will der Konzern in Kürze bekannt geben.

"Wir freuen uns sehr, dass Edgar die Leitung unseres internationalen Geschäfts übernimmt", gibt Doug Morris zu Protokoll. "Er hat beeindruckende Erfolge in dem für uns wichtigen deutschen Markt sowie in der gesamten GSA-Region erzielt. Seine exzellenten Fähigkeiten im Breaken von Künstlern, beim Ausbau unseres Businessmodells und Umsetzen innovativer Strategien wird er nun für Sony Music weltweit außerhalb der USA einsetzen." Und Edgar Berger freut sich im offiziellen Statement: "Ich danke Doug für diese großartige Aufgabe und Chance. Sony Music hat weltweit ein enorm starkes und breitgefächertes Artist Roster. Ich freue mich sehr darauf, mit unseren Labels und den Teams in den Ländern zusammenzuarbeiten, um nachhaltig Künstler zu etablieren und unser Geschäft weltweit weiter auszubauen."

Berger studierte Maschinenbau, Wirtschaftswissenschaften und Philosophie in Braunschweig, Paris und Berlin. Seine Berufslaufbahn begann er 1992 in der Unternehmensberatung Roland Berger & Partner. Danach arbeitete er als Fernsehjournalist unter anderem für RTL Television und war ab 1998 als politischer Korrespondent für RTL in Bonn und Berlin tätig. Seit 2000 baute er im Vorstandsbereich von Rolf Schmidt-Holtz das Bertelsmann Corporate Network mit Büros in Hamburg und New York auf. Zum 1. September 2005 wurde Berger zunächst President und 2006 auch CEO der damaligen Sony BMG Germany. Im Januar 2009 übernahm Edgar Berger dann auch die Leitung der Sony-Musikaktivitäten in Österreich und der Schweiz. – © Foto: Sony Music

Branchen_News_29.07.11

Plácido Domingo avanciert zum Chairman

Placido Domingo avanciert zum Chairman

Die Stimme der Kreativen bekommt beim internationalen Dachverband der Musikindustrie künftig mehr Gewicht: Der weltbekannte Tenor Plácido Domingo übernimmt bei der IFPI das Amt des Chairman. In dieser neuen Rolle soll sich der Künstler fortan für die Interessen der Rechteinhaber stark machen, etwa in Fragen des internationalen Urheberrechts, bei der Weiterentwicklung des digitalen Musikgeschäfts oder auch bei Aufklärungskampagnen der Branche. Mit seiner mehr als 3500 Auftritten in 50 Jahren auf den Bühnen der Welt, mehr als 100 Aufnahmen und immerhin zwölf gewonnen Grammys darf Plácido Domingo dabei durchaus als ein großes Aushängeschild der Musikbranche gelten. Als einer der Drei Tenöre erreichte Domingo, der am 21. Januar 2011 seinen 70. Geburtstag feierte, zusammen mit Luciano Pavarotti und José Carreras ein Millionenpublikum.

Trotzdem bedankte sich Domingo in einem ersten Statement für die Ehre, die Rolle eines Chairman der IFPI übernehmen zu dürfen: Er habe schon immer die Position vertreten, dass alle im Musikbereich kreativ tätigen Respekt verdienen. Angesichts der technologischen Entwicklung sei es heute für Künstler zwar möglich, ein größeres Publikum als je zuvor anzusprechen, allerdings müsse auch diskutiert werden, welchen Weg man finden könne, die Interessen von Rechteinhabern und Künstlern zu wahren: "Ich freue mich nun darauf, meinen Teil zu dieser Diskussion beizutragen." – © Foto: Dario Acosta

Branchen_News_06.05.11

Warner Music spendet für die Dritte Welt

Warner Music spendet für die Dritte Welt

Die Warner Music Group Central Europe und Amazon haben mit einer Wohltätigkeitskampagne 25.000 Euro für die Organisation Ärzte für die Dritte Welt gesammelt. Der Major und der Onlinehändler hatten dazu im Winter die Aktion "Help! Musik spendet" ausgerufen. Für jede im Rahmen der Kampagne verkaufte CD oder jeden verkauften Download ausgewählter Warner-Veröffentlichungen flossen jeweils 50 Cent an die Mediziner. Die entsprechenden Produkte bewarb Amazon online und kennzeichnete sie mit einem eigenen Logo. Das Angebot umfasste laut Warner mehr als 200 physische und über 100 digitale Titel aller Genres.

"Wir unterstützen Ärzte für die Dritte Welt seit vielen Jahren und freuen uns außerordentlich, dass wir den Bedürftigen und den bewundernswerten Ärzten in Kalkutta mit dieser Idee aktiv und schnell helfen konnten", sagt Bernd Dopp, Chairman & CEO Warner Music Central & Eastern Europe. "Wir hoffen, dass unser Beispiel Schule macht und planen weitere Projekte dieser Art." Dr. Harald Kischlat, Geschäftsführer von Ärzte für die Dritte Welt, erklärt: "Es ist toll, dass ein Unternehmen wie Warner Music sich für solch ein Projekt engagiert. Wir freuen uns nicht nur über die zusätzlichen Gelder für unsere Patienten in Nairobi, sondern auch über die Aufmerksamkeit, welche die wichtige Arbeit unserer Ärztinnen und Ärzte durch solch eine Aktion erhält."

Bei der Scheckübergabe (v.l.n.r): Michael Beer (Warner Music Germany, Sales Marketing), Werner Plaumann (WMG, Sales Marketing Manager Catalogue), Bettina Krings (WMG, Marketing Director). Dr. Hans-Henning Koch (Ärzte für die Dritte Welt/German Doctors), Bernd Dopp (Chairman & CEO Warner Music Central & Eastern Europe), Dr. Harald Kischlat (Generalsekretär des Vorstandes Ärzte für die Dritte Welt/German Doctors), Hans-Gert Stuke (WMG, Key Account Manager), Michael Burmeister (Head of Vendor Managed Inventory Warner Music Central Europe), Harry Saalfeld (WMG, Key Account Manager Digital Sales), Dennis Roesler (WMG, Key Account Manager Digital Distribution) und Benedikt Lökes (Director Corporate Communications Warner Music Central Europe). – © Foto: Warner Music Germany

Branchen_News_01.04.11

Musikmesse Frankfurt am Main

Musikmesse Frankfurt am Main

Die Musikmesse Frankfurt ist die weltweite Leitmesse für Musikinstrumente und Live-Musik sowie Musikproduktion und Vermarktung und einer der wichtigsten Treffpunkte der Musikinstrumentenindustrie. Mehr als 1.600 Hersteller und Händler aus der ganzen Welt zeigen in Frankfurt das umfassende Spektrum an Produkten und aktuellen Produktneuheiten rund ums Musizieren. Das Angebot umfasst klassische Instrumente, akustische oder elektrische Gitarren und Bässe, Blech- und Holzblasinstrumente, Schlagwerk, Tasteninstrumente, elektronisches Equipment, sowie Computerhard- und -software. Neben dem kompletten Produktangebot finden unzählige Workshops, Konzerte, Demonstrationen oder Diskussionen statt. Die Musikmesse findet zusammen mit der Prolight + Sound, der internationalen Fachmesse für Veranstaltungs- und Kommunikationstechnik, AV-Produktion und Entertainment vom 6. – 9.April 2011 statt. – © Foto: dpa

Branchen_News_25.03.11

Branchen-ECHOS in Berlin verliehen

Branchen-ECHOS in Berlin verliehen

Am 23. März, dem Vorabend der ECHO-Verleihung, lud die Stiftung Musik Hilft zu ihrem schon traditionellen Charity-Dinner. Das Get-Together der Musik- und Unterhaltungswirtschaft fand wie schon im Vorjahr im Berliner "Grill Royal" statt, und bot zugleich den feierlichen Rahmen für die Verleihung der Branchen-Echos. Die rund 200 Gäste verfolgten dabei die Verleihung von gleich sechs Echos - und einer besonderen Ehrung: So wurde zunächst die Arbeit von Gerd Gebhardt gewürdigt, der den deutschen Musikpreis vor 20 Jahren auf den Weg brachte und bis heute prägt. Alexander Elbertzhagen hielt die Laudatio auf einen sichtlich bewegten „Mr. Echo“.

Der ECHO für die erfolgreichste DVD-Produktion des Jahres ging dabei an ‚‘Rock Symphonies – Open Air Live‘ von David Garrett (Foto). Das von DEAG Music im Vertrieb von Warner Music veröffentlichte Werk enthält den kompletten Mitschnitt eines Konzerts von David Garrett vor 15.000 Fans in der Berliner Wuhlheide am 8. Juni 2010. – © Foto: Stefan Malzkorn

Branchen_News_18.03.11

Lebenswerk-ECHO für Annette Humpe

Lebenswerk-ECHO für Annette Humpe

Deutsche Phono-Akademie ehrt die Musikerin als eine Persönlichkeit, die als Sängerin von Bands wie Ideal und Ich+Ich sowie als Produzentin von Stars wie Udo Lindenberg, Die Prinzen oder Max Raabe die deutsche Musikszene seit 30 Jahren entscheidend prägt. Annette Humpe soll den ECHO am 24. März im Rahmen der Preisverleihung in der Messe Berlin persönlich entgegennehmen. "Kaum eine Künstlerin hat die deutsche Musikszene auf so vielfältige Weise mitgestaltet wie Annette Humpe", sagt Dr. Florian Drücke, Geschäftsführer des Bundesverbands Musikindustrie. "Als Sängerin, Produzentin, Texterin und Komponistin sorgt sie bis heute immer wieder für kreative Höhepunkte, die nicht zuletzt deshalb überzeugen, weil bei Annette Humpe musikalisches Können und künstlerische Intelligenz mit einem untrüglichen Gespür für das einhergehen, was das Publikum bewegt. Dass sie sich selbst dabei als Person ganz uneitel zurücknimmt, um vor allem ihre Musik in den Mittelpunkt zu stellen, macht sie zu einer wahrhaft großen Persönlichkeit der deutschen Popmusik."

Der Bundesverband Musikindustrie und sein Kulturinstitut, die Deutsche Phono-Akademie, verleihen den ECHO 2011 am 24. März erneut in der Messe Berlin. ECHO-Medienpartner bleibt die ARD, die die Show live ab 20.15 Uhr überträgt. Moderatorin ist Ina Müller. Der Bundesverband erwartet zur 20. Verleihung des deutschen Musikpreises rund 3500 Gäste, die rund 1000 frei verfügbaren Tickets waren am 10. Februar binnen zwölf Minuten ausverkauft. – © Foto: Universal Music

Branchen_News_04.03.11

Filmmusik-Oscar für Randy Newman

Filmmusik-Oscar für Randy Newman

Den Oscar für den besten Filmsong 2011 gewann in der Nacht zum 28. Februar mitteleuropäischer Zeit Randy Newman für seinen Titel ‘We Belong Together‘ aus dem zudem von der Oscar-Jury zum besten Animationsfilm gekürten ‘Toy Story 3‘. Es ist Newmans zweiter Oscar. In gewohnt ironischer Weise thematisierte Newman bei seiner Dankesrede seine vergleichsweise geringe Oscar-Ausbeute angesichts von insgesamt bereits 20 Nominierungen. Außerdem wunderte er sich, dass nur vier Kandidaten auf der Nominierungsliste für den besten Filmsong standen: "Warum? Konnten sie kein fünftes Lied finden?", so der legendäre Singer/Songwriter aus Los Angeles, der als Hollywood-Filmmusikkomponist in die Fußstapfen seiner in diesem Metier ebenfalls sehr erfolgreichen und berühmten Onkel Alfred, Emil und Lionel Newman trat. – © Foto: Michael Yada/AMPAS

Branchen_News_11.02.11

ECHO-Tickets sofort ausverkauft

ECHO-Tickets sofort ausverkauft

Alle rund 1000 Karten für den von der Deutschen Phono-Akademie ausgerichteten ECHO waren binnen zwölf Minuten ausverkauft. "Das rasante Tempo, mit dem die Karten weggingen, beweist einmal mehr, wie beliebt der ECHO beim Publikum ist", so Gerd Gebhardt (Foto), Executive Producer des Musikpreises. Damit knüpfen die ECHO-Macher an das vergangene Jahr an, als alle Tickets binnen sieben Minuten vergriffen waren. Der Bundesverband Musikindustrie und sein Kulturinstitut, die Deutsche Phono-Akademie, verleihen den ECHO 2011 am 24. März erneut in der Messe Berlin. Medienpartner bleibt die ARD, die die Show live ab 20.15 Uhr überträgt. Moderatorin ist Ina Müller. Auch die Jugendsender sind wieder mit von der Partie. Für die Produktion zeichnet erneut MME verantwortlich. Der Bundesverband erwartet zur 20. Verleihung des deutschen Musikpreises rund 3500 Gäste. – © Foto: BVMI

Branchen_News_04.02.11

Schuldenerlass für EMI Music

Schuldenerlass für EMI Music

Entscheidung in Sachen EMI: Die Citigroup übernimmt bei EMI das Ruder und erlässt dem Musikmajor rund zwei Drittel seiner Schulden: Statt bislang 3,4 Milliarden Pfund schultert EMI Music nun noch eine Last von 1,2 Milliarden Pfund oder umgerechnet rund 1,4 Milliarden Euro. Zudem soll das Unternehmen derzeit über Barreserven in Höhe von 300 Millionen Pfund oder gut 351 Millionen Euro verfügen. Das Management um Konzern-CEO Roger C. Faxon (s. Foto) bleibt im Amt. Die Umschuldung sei "ein ungeheuer positiver Schritt" für EMI, lässt Faxon in einer ersten Reaktion wissen. Für EMI dürfte der Vorgang eine Art Befreiungsschlag sein: Die Citibanker, die Guy Hands und seiner Beteiligungsgesellschaft Terra Firma im Jahr 2007 die Übernahme des Musikmajors finanziert hatten, sahen sich angesichts der Spekulationen rund um die Zukunft EMIs und die jüngsten Entwicklungen bei Warner Music offenbar genötigt, einen Schlussstrich unter das Kapitel Guy Hands zu ziehen.

Die Citigroup übernimmt im Zuge eines sogenannten Debt-For-Equity-Swaps alle Anteile an EMI Music und bringt sie umgehend in eine Holding ein, die unter dem Namen Maltby Acquisitions Limited (MAL) firmiert. Mit dem jüngsten Schritt habe man EMI Music von seiner unhaltbaren Schuldenlast befreit. Nun sei das Unternehmen wieder in der Lage zu investieren und auf Wachstumskurs zu gehen. "Das ist eine positive Entwicklung für EMI, seine Mitarbeiter, Künstler, Autoren und Lieferanten." Man wolle nun sicherstellen, dass EMI mittelfristig im Sinne der Aktionäre der Citigroup bestmögliche Ergebnisse liefere. "EMI ist ein großartiges Unternehmen und wir unterstützen voll und ganz das Management und seine Strategie", bei EMI solle nun künftig wieder "business as usual" herrschen. – © Foto: EMI Music

Branchen_News_21.01.11

Rolf Schmidt-Holtz verlässt Sony Music

Rolf Schmidt-Holtz verlässt Sony Music

Bislang waren es nur Gerüchte, nun aber steht fest: Rolf Schmidt-Holtz kehrt dem Musikgeschäft den Rücken. Sein Vertrag als CEO von Sony Music läuft im März aus, ab April 2011 wendet er sich dann neuen Aktivitäten zu. Er steigt dann als Gesellschafter beim Hamburger Unternehmen Teveo ein, einem Dienstleister für Bezahlsysteme an der Schnittstelle von TV und Internet. "Teveo hat die Zeichen der Zeit erkannt und besetzt eine Schlüsselrolle in der Hybrid-TV-Technologie", lässt Rolf Schmidt-Holtz in einer Unternehmensmitteilung wissen. Das Unternehmen Teveo wird von den beiden Gründern Andreas Karanas und Matthias Wagner geleitet. Dr. Bernd Kundrun verstärkt nach Unternehmensangaben "als aktiver Investor seit Mai 2010 das Managementteam".

Bei Sony Music Entertainment wurden zunächst Rob Stringer und Barry Weiss als potenzielle Wettbewerber um die Nachfolge an der Unternehmensspitze gehandelt. Barry Weiss steht inzwischen aber als Zugang bei Universal Music fest. Gerüchteweise wurden aber auch Martin Bandier, der Chef des Sony/ATV-Musikverlagsgeschäfts, oder zuletzt Doug Morris als Kandidaten für einen Spitzenposten bei Sony Music gehandelt.

Im Frühjahr 2010 hatte Rolf Schmidt-Holtz in Hamburg unter dem Namen Hanse Ventures bereits ein neues Unternehmen gegründet, dessen Ziel es ist, Firmengründern bei finanziellen und strategischen Fragen zur Seite zu stehen. Als Partner sind der frühere Gruner+Jahr-Spitzenmanager Bernd Kundrun, Xing-Mitbegründer Sarik Weber und artaxo-Gründer Jochen Maaß bei Hanse Ventures mit an Bord. In den späten 80er-Jahren saß Rolf Schmidt-Holtz bereits im Vorstand von Gruner+Jahr und fungierte als Herausgeber des "stern" und der "Hamburger Morgenpost". Anschließend kam er über verschiedene leitende Aufgaben im Bertelsmann-Konzern zu dessen BMG-Musiksparte, die nach einem zwischenzeitlichen Zusammengehen mit Sony inzwischen als Sony Music Entertainment zum japanischen Konzern zählt. – Foto ©: Larry Busacca

Branchen_News_14.01.11

Musik als verzögerte “Droge“

Musik als verzögerte Droge

Gute Musik geht unter die Haut. Die angenehme Empfindung, die mit einem Anstieg der Leitfähigkeit der Haut, einem Rückgang der Temperatur einhergeht, Atmung und Herzrate beschleunigt, dabei aber die Blutdruckamplitude senkt, wird von Hirnforschern als “Chill” bezeichnet.

Ein guter Chill entsteht natürlich im Gehirn, wo kanadische Hirnforscher ihn nun bei Musikliebhabern lokalisieren konnten. Die Teilnehmer waren für die Studie ausgewählt worden, weil sie häufig unter Musikeinfluss einen Chill erleben. In der Studie wurden sie mit ihrer Lieblingsmusik gechillt oder neutralen Klängen ausgesetzt. Es überrascht nicht, dass der Chill beim Musikgenuss die gleichen Dopamin-Verstärker aktiviert, die bei der Drogen- und Spielsucht eine Rolle spielen. Doch Musik ist ungleich sublimer. Ein Chill tritt nicht nur auf, wenn der erwartete Stimulus auftritt (wie beim Drogenrausch), sondern auch, wenn er zunächst ausbleibt, weil der Rhythmus für Überraschungen sorgt oder die Melodie erst über Umwege zum Ziel gelangt. Gerade dieser Spannung aus Erwartung und Eintreten des Stimulus scheint bei Musikliebhabern den besonderen Reiz auszumachen.

Die Studie von Valorie Salimpoor und Robert Zatorre vom Montreal Neurological Institute zeigt hier eine funktionale Dissoziation beim Musikgenuss. Die Erwartung ging mit der Aktivierung anderer Hirnregionen einher als deren Erfüllung. Der musikalische Bogen reicht im Gehirn vom Nucleus caudatus bis zum Nucleus accumbens. Beide Zentren müssen aktiviert werden, um die Dopamin-Wirkung zu erzeugen. Die Experimente zeigen auch, dass Musik Kognition mit Emotionen verbindet. Das erklärt vielleicht, warum Musikliebhaber, die sich häufig bestimmten Stilrichtungen zuwenden, nur hier ihren Chill erleben, die dann die gleichen euphorisierenden Effekte zu erzielen, für die andere Menschen illegale Psychostimulanzien benötigen. Musik anderer Geschmacksrichtungen löst niemals einen Chill aus, sondern höchstens einen Fluchtreflex. Darum hängt der Erfolg jeder Party auch davon ab, dass der DJ die „richtigen“ Platten auflegt. – Quelle: DÄB

Branchen_News_23.12.10

Klaus Doldinger erhält GEMA-Ehrenring

Klaus Doldinger erhält GEMA-Ehrenring

Der Komponist und Saxofonist Klaus Doldinger nahm kürzlich im Rahmen einer Feierstunde den Ehrenring der GEMA entgegen. Die Verwertungsgesellschaft würdigt damit die Verdienste „des vielfach ausgezeichneten Komponisten in seinem langjährigen ehrenamtlichen Wirken in ihren Gremien", wie es aus München heißt. Klaus Doldinger ist seit 1990 Mitglied des GEMA-Aufsichtsrats, „darüber hinaus wirkt er seitdem mit in verschiedenen Arbeitsgruppen und Ausschüssen".

Die Verleihung des Ehrenrings nahm der GEMA-Aufsichtsratsvorsitzende Jörg Evers vor, die Laudation hielt Prof. Manfred Schoof als Mitglied des Aufsichtsrats. „Die Ehrung für Klaus Doldinger ist von symbolischem Wert, nicht nur für seine langjährige Mitgliedschaft im Aufsichtsrat, sondern vor allem für sein Engagement während dieser Zeit." Schoof lobte Doldingers "waches Gespür" und seine "schnelle Reaktionsgabe". Beides habe „oftmals dazu beigetragen, dass Diskussionen im Aufsichtsrat durch seine kritische, aber konstruktive Meinungsäußerung die richtige Richtung nahmen". Doldinger sei aber auch ein "großartiger Künstler": Es gebe nur wenige, „die den deutschen Jazz mit so hörbarer, so unüberhörbarer Intensität, Vielseitigkeit und unbändiger Kreativität zu der kulturellen Bedeutung gebracht haben, die er in der deutschen Musikkultur heute innehat". - Foto: API/M. Tinnefeld

Branchen_News_17.12.10

Guy Hands droht die Kontrolle über EMI Music zu verlieren

Guy Hands droht die Kontrolle über EMI Music zu verlieren

Die Lage bei EMI Music und Terra Firma spitzt sich offenbar zu: Angesichts der nur zurückhaltenden Begeisterung der Terra-Firma-Investoren, noch einmal eine vermutlich dreistellige Millionensumme ins Musikgeschäft zu stecken, droht EMI an die Citigroup zu fallen. Das könnte schneller passieren als bislang vermutet. So heißt es in verschiedenen britischen Medienberichten, dass Guy Hands und die von ihm gegründete Beteiligungsgesellschaft Terra Firma noch vor Weihnachten die operative Leitung der EMI Group verlieren und in die Hände der Banker legen könnten. Dies sei eine der Optionen, die beide Seiten derzeit durchspielen. Terra Firma würde bei diesem Szenario einen kleineren Anteil an EMI Music behalten. Die Richtung würden dann aber die Banker vorgeben, die im Gegenzug einen Großteil der auf EMI lastenden Schulden abschreiben könnten.

Der Citibank, die einst die milliardenschwere Übernahme EMIs durch Terra Firma ermöglichte, dürfte allerdings kaum daran gelegen sein, aktiv im Musikgeschäft mitzumischen. Vielmehr droht EMI dann wohl schon sehr bald der separate Verkauf der Musikverlagssparte EMI Music Publishing und des Plattenfirmenarms EMI Recorded Music. Guy Hands zumindest soll die Geldgeber seiner Beteiligungsgesellschaft langsam auf einen Ausstieg aus dem Musicbiz vorbereiten, berichtet unter anderem auch die "New York Post".

Bei Warner Music sorgt dieses Szenario an der Börse bereits wieder für Rückenwind: Die Papiere des US-Musikmajors legten am 13. Dezember zu und rangierten bei Handelsschluss an der New Yorker Börse mit 5,56 Dollar um 4,5 Prozent über dem Schlusskurs des letzten Börsentags. – Foto EMI Music

Branchen_News_01.12.10

20 Prozent mehr Umsatz bei DEAG

20 Prozent mehr Umsatz bei DEAG

Im dritten Quartal meldet DEAG (Deutsche Entertainment AG) eine starke Umsatz- und Ergebnissteigerung. So stieg der Umsatz von 24,2 auf 29,1 Millionen Euro - ein Plus von 20,4 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum. Auch beim Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte der Live-Konzern zu: Das Ergebnis verbesserte sich im dritten Quartal von 100.000 Euro auf 1,1 Millionen. Die Gewinne vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterten von minus 200.000 Euro auf 800.000 Euro. Das Ergebnis vor Steuern drehte im Quartal ebenfalls von minus 500.000 Euro auf plus 600.000 Euro. Trotz einer „überproportional hohen Steuerlast", wie der Konzern mitteilt, konnte DEAG zudem das Nachsteuerergebnis von minus 500.000 Euro auf 37.000 Euro steigern.

Für das vierte Quartal erwartet die DEAG beim Umsatz wie auch beim Ergebnis das höchste Ergebnis seit Jahren. Dies sei aufgrund der erfolgreichen Tourneen und Konzerte bereits gut absehbar, heißt es aus Berlin. Beim Umsatz und beim Ergebnis rechnet DEAG mit den höchsten operativen Ergebnissen seit mehr als fünf Jahren. – Foto: Vorstandsvorsitzender Prof. Peter Schwenkow (DEAG)

Branchen_News_19.11.10

Spekulationen um EMI

Spekulationen um EMI

EMI Music kommt auch weiterhin nicht zur Ruhe: Trotz des durchgesickerten Memos von Konzernchef Roger Faxon heizt nun die britische Presse die Gerüchteküche um die Zukunft des Musikmajors neu an: Angeblich soll die von Edgar Bronfman geleitete Warner Music Group an Plänen arbeiten, die Tonträgersparte EMI Recorded Music für einen dreistelligen Millionenbetrag zu übernehmen. Eine mögliche Offerte des US-Majors könnte demnach rund 750 Millionen Dollar schwer sein. Das zumindest berichtet der britische "Observer" in seiner Sonntagsausgabe mit Bezug auf nicht näher benannte Wall-Street-Kreise. Die Zeitung zitiert zudem den Investmentbanker Paul Richards von Numis Securities, der angesichts der derzeitigen Machtverhältnisse im Musikgeschäft ein Zusammengehen der zwei kleineren Musikmajors für unausweichlich hält, um eine bedeutende dritte Kraft zu schaffen.
Die Citigroup, die 2007 die Übernahme EMIs durch die Beteiligungsgesellschaft Terra Firma von Guy Hands finanzierte, soll einem Verkauf der Musiksparte an Warner Music laut "Observer" angeblich aufgeschlossen gegenüberstehen. Aber auch im Musikverlagsgeschäft sehen die Briten weiterhin Musik, und vergessen dabei auch nicht die Erwähnung von BMG. - Foto: Warner-Konzernchef Edgar Bronfman (l.) und Terra-Firma-Gründer Guy Hands

Branchen_News_14.08.10

Hamburger Musikbranche unterstützt Kulturappell

Hamburger Musikbranche unterstützt Kulturappell

Auf Initiative der Präsidentin des Deutschen Musikverleger-Verbandes, Dagmar Sikorski, haben sich bekannte Vertreter der Hamburger Musikwirtschaft wie Bernd Dopp (Warner), Heinz Canibol (105 Music), Frank Dostal u.v.a. einem Appell angeschlossen, der sich gegen die drohende Einsparung des Hamburger Kultursenators wendet. Ein Schreiben an den scheidenden Ersten Bürgermeister der Hansestadt Hamburg, Ole von Beust, an die Schulsenatorin Christa Goetsch und an Innensenator Christoph Ahlhaus soll die Besorgnis der Branche verdeutlichen, dass die Position des bisherigen Kultursenators eingespart werden soll. Karin von Welck, die bisherige Kultursenatorin, hatte ihr Amt zeitgleich mit dem Rücktritt von Beusts angekündigt. "Wir appellieren an Sie und die den Senat tragenden Parteien, die Verantwortung für die Kultur in Hamburg auch weiterhin einem eigenen Senator zu übertragen, der ausschließlich dafür in der Hansestadt verantwortlich zeichnet", heißt es in dem Schreiben an die Politiker. In einer Zeit, in der der Wettbewerb zwischen Berlin und Hamburg um die Kulturhoheit mit immer härteren Bandagen geführt werde und es gelte, mit Projekten wie der Elbphilharmonie Hamburg ein noch stärkeres Profil zu geben, wäre die Streichung des eigenständigen Kultur-Ressorts in der Person eines verantwortlichen Senators ein fatales Signal. "Es würde viele hoffnungsvolle Ansätze in der kreativen Kulturlandschaft in der Hansestadt im Keim ersticken, weil es keine kompetente Anlaufstelle mehr gäbe, wie sie bisher unter Frau von Welck bestanden hat. Darüber hinaus würde dies in Berlin sicherlich als Resignation und Einladung verstanden werden, sich noch mehr um die Abwerbung der kreativen Kräfte aus Hamburg zu bemühen. Eine Stadt ohne Kreativität und ohne Kulturleben ist eine tote Stadt", formulieren die Unterzeichner in dem Appell. – Foto: dpa

Branchen_News_06.08.10

Musikmanager und Mogul: Siggi Loch zum 70.

Musikmanager und Mogul: Siggi Loch zum 70.

Siegfried ‘Siggi‘ Loch war der letzte Mogul des Tonträger-Business, der mit Tatkraft und Esprit eine ganze Branche beeinflusst hat. Er hat unzählige internationale Musikerkarrieren in Deutschland angeschoben, u.a. AC/DC, The Doors, Madonna, Prince, Rod Stewart, Al Jarreau. Er hat die deutsche Musikszene mit den Erfolgen von Künstlern wie Klaus Doldinger, Marius Müller-Westernhagen, Heinz Rudolf Kunze und den wichtigsten Protagonisten der Neuen Deutschen Welle geprägt. Auf dem Höhepunkt seiner internationalen Karriere zeigte Loch seinem Konzern die Rote Karte, als die Musik dort nicht mehr den Ton angab. Er startete neu durch, gründete das Label ACT und nahm dieses Jahr, nach vielen seiner Künstler, auch selbst den ECHO Jazz für das „Label des Jahres“ entgegen. Für seine Verdienste um die schwedische Kultur wurde Loch unlängst vom schwedischen König zum Ritter des Nordstern-Ordens gekürt. Das Label ACT ist musikalische Heimat für viele schwedische Musiker, allen voran Nils Landgren und das Esbjörn Svensson-Trio. Dessen Album „Live in Hamburg“ wurde von der Times zum Jazzalbum des Jahrzehnts gekürt.

2010 ist Siggi Loch 50 Jahre lang in der Tonträgerbranche tätig. Die Musikfachmesse MIDEM feierte das mit einem Sonderkonzert. Am 6. August feiert er in kleinem Kreis mit Künstlern, Weggefährten und Freunden den 70. Pünktlich zu seinem 70. Geburtstag am 6. August veröffentlicht Siggi Loch seine Autobiografie: Im November 2009 begann er mit dem Schreiben, am 2. September 2010 erscheint das Buch nun bei Edel. "Ohne meine Terminkalender, die ich seit 1964 geführt und bis heute aufbewahrt habe, wäre es nicht gegangen. Ohne sie wären mir viele Geschichten nicht mehr eingefallen. – Foto: Edel Records

Branchen_News_30.07.10

David Garrett erwirbt Anteile bei der DEAG

David Garrett erwirbt Anteile bei der DEAG

Der Starviolinist David Garrett, der bei der DEAG unter Vertrag steht, will Medienberichten zufolge mehrere Hunderttausend Aktien seines Konzertveranstalters erwerben. Das vom Verlag Gruner + Jahr herausgegebene Magazin "Börse Online" will aus Unternehmenskreisen erfahren haben, dass die Veröffentlichung des Anteileerwerbs bereits in wenigen Tagen erfolgen könnte. Ein möglicher Hintergrund wäre, dass Garrett mit dem Aktienkauf sein gutes Verhältnis zur DEAG unterstreichen will. Jüngst waren die Rechte an seinen künftigen CDs an Universal zurückgefallen; beim Livegeschäft hatte Garrett seinen Vertrag mit der DEAG jedoch verlängert. – Foto: DEAG

Branchen_News_18.06.10

EMI baut Konzernspitze um

EMI baut Konzernspitze um

Wechsel auf dem Chefposten bei EMI: Mit Roger C. Faxon übernimmt der langjährige Chef der Musikverlagssparte EMI Music Publishing nun die Leitung des Konzerns. Charles Allen, nach dem Abschied von Elio Leoni-Sceti vor gerade einmal drei Monaten in die Rolle des Chairman aufgerückt, zieht sich auf einen Beraterposten zurück. Roger Faxon, 2007 zum Chairman & CEO von EMI Music Publishing aufgestiegen, fungiert künftig als Group Chief Executive. Damit übernimmt Faxon zusätzlich zu seinen Aufgaben im Bereich Publishing auch die Leitung der Musiksparte EMI Music. Im März 2007 hatte Roger Faxon als CEO die Leitung von EMI Music Publishing übernommen und dabei Martin Bandier an der Spitze des bis dato noch weltgrößten Musikverlags abgelöst. Nach seinem Abschluss in International Relations & Political Economy an der Johns Hopkins University in Baltimore war Faxon unter anderem für die US-Regierung tätig, im Laufe der 80er-Jahre engagierte er sich anschließend in verschiedenen Film- und TV-Unternehmen. Von 1986 bis 1990 war Faxon für Columbia Pictures tätig, wechselte dann zu Sotheby's Europe und 1994 als Senior Vice President Worldwide Business ins Musikgeschäft zu EMI und stieg über verschiedene Positionen im Konzern, darunter CFO der EMI Group, zum Leiter der Verlagssparte auf. – Foto: EMI Music

Branchen_News_28.05.10

DEAG verbessert Quartalsergebnis

DEAG verbessert Quartalsergebnis

Die Deutsche Entertainment AG (DEAG) hat lt. ihrem Vorstandsvorsitzenden Peter Schwenkow im 1. Quartal 2010 sämtliche Ergebniskennzahlen signifikant gesteigert. Dabei haben laut der vorläufigen Quartalsbilanz des Konzerns alle Unternehmensbereiche zur positiven Entwicklung beigetragen. Der Umsatz lag zwar - bedingt durch die saisonale Konzertverteilung im laufenden Jahr - mit 20,5 Millionen Euro unter dem Wert des Vorjahreszeitraums von 26,3 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen, EBITDA, belief sich mit 1,6 Millionen Euro indes deutlich über den 1,3 Millionen Euro des ersten Vorjahresquartals.

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen, EBIT, übertraf mit 1,3 Millionen Euro den Vorjahreswert ebenfalls signifikant. Die EBIT-Marge verbesserte sich entsprechend auf 6,3 Prozent nach zuvor 4,0 Prozent. Das Finanzergebnis belief sich auf minus 0,1 Millionen Euro nach zuvor minus 0,4 Millionen Euro. Hierin dokumentiere sich die deutliche Reduzierung von Verbindlichkeiten im zweiten Halbjahr 2009. Das Konzernergebnis von 0,3 Millionen Euro stieg im ersten Vierteljahr dieses Geschäftsjahres noch stärker als die anderen Ergebniskennzahlen. Entsprechend lag das Ergebnis je Aktie bei drei Cent und wies damit eine Steigerung von 50 Prozent auf. Die deutliche Ergebnis- und Margenverbesserung wertet die DEAG als Ausdruck der zunehmenden Ausrichtung des Konzerns als "Content Company", die durch den 360-Grad-Ansatz die Wertschöpfungskette umfassend abdecke. Zwei der von der DEAG betreuten Künstler sind der Geigenvirtuose David Garrett und Sänger Peter Maffay. - Fotocredit: DEAG

tonart Ausgabe Frühjahr 2012/1
tonart Ausgabe Frühjahr 2012/1