![]() | Jazz_News_06.02.26 SOFT MACHINE - JAZZ-ROCK ZWISCHEN SCHÄRFE UND VERSPIELTHEIT13 Kompositionen auf dem 13. Album, das passender Weise „Thirteen“ heißt und am 13.3. das Licht der Öffentlichkeit erblicken wird. Dazu gibt es noch das längste und Prog-lastigste Stück namens “The Longest Night“, welches - ganz genau - exakt 13 Minuten Spielzeit besitzt. Das ist doch mal ein ausgetüfteltes Konzept… Der Sound dieses Instrumental-Epos ist es sehr wohl. Was vermutlich daran liegt, dass ziemlich viel verhältnismäßig junges Blut durch die Adern der vier aktuellen Haudegen dieser britischen Jazz-Prog-Canterbury-Ikone namens Soft Machine fließt, die sechs Jahrzehnte auf dem Buckel hat. Das einzig verbliebene Mitglied, das über 50 Jahre die Treue hält, ist Gitarrist John Etheridge. Debütant ist auf der Gegenseite Ausnahme-Drummer Asaf Sirkis, vom ersten Schlagzeuger der Gruppe, Robert Wyatt, wärmstens empfohlen. Dazu gesellte sich der beinahe grimmige Bassist Fred T. Baker. Doch der eigentliche neue Fokus ist Saxophonist, Flötist und Keyboarder Theo Travis, der für stolze sechs Lieder verantwortlich zeichnet. „Thirteen“ wohnt eine immense musikalische Bandbreite inne. Zum einen gibt es die Schärfe eines späten Miles Davis oder der skandinavischen Jazz-Rocker Burnin’ Red Ivanhoe. Zum anderen die sanfte Verspieltheit der frühen Camel sowie eine verträumte Version von Pat Metheny. Gesang braucht es hier nicht, das Instrumentarium spricht seine eigene Sprache. Ach ja, der Rauswerfer “Daevid’s Special Cuppa“ wurde um eine alte Aufnahme des verstorbenen Ex-Mitglieds Daevid Allen gebaut. MICHAEL FUCHS-GAMBÖCK Foto: GD Press Photography
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